Kia Stonic (2017): Test und Preis

Kia Stonic (2017): Test und Preis

Kia Stonic (2017): Test, Preis, Marktstart

— 19.09.2017

Alle Infos zum Kia Stonic

Mit dem Stonic bringt Kia ein Kleinwagen-SUV auf Basis des Rio. Der Stonic soll gegen den VW Polo T-Cross antreten. AUTO BILD hat alle Infos und ist ihn schon gefahren!

Vorstellung: Sicherheit und Individualität im Fokus
Interieur: Schön geräumig für ein Kleinwagen-SUV
Fahren: Erster Test mit dem Einliter-Benziner (UPDATE!)
Ausstattung: 20 Farbkombinationen für den Stonic
Motoren: Drei Benziner und ein Diesel
Technische Daten, Marktstart und Preis: Einstiegspreis unter 16.000 Euro (UPDATE!)

Vorstellung: Sicherheit und Individualität im Fokus

Auch Kia will im Markt der Kleinwagen-SUVs mitmischen. Darum kommt im Herbst 2017 der Kia Stonic, ein bulliges SUV mit kantiger Linienführung, Rundum-Beplankung und markentypischen Elementen wie dem "Tigernose"-Grill und den weit oben sitzenden Scheinwerfern – das Ganze auf Basis des kleinen Rio. Kia verspricht, dass der Stonic mehr Individualisierungsmöglichkeiten haben wird als jedes andere Auto der Marke. In Anlehnung an die Studie provo von 2013 kann das Dach beispielsweise in fünf verschiedenen Farben lackiert werden und hebt sich so vom Rest des Autos ab. So sollen 20 verschiedene Farbkombinationen möglich sein. Auch im Innenraum stehen verschiedene Farbakzente zur Auswahl, ansonsten setzt Kia hier vor allem auf Ergonomie und Technik. So ist das Infotainment serienmäßig mit Apple Car Play und Android Auto ausgestattet. Die Passagiere auf der Rückbank sollen ausreichend Platz haben.

Für ein berechenbares Fahrverhalten und hohe Sicherheit bei geringem Gewicht besteht die Karosserie zu 51 Prozent aus hochfestem Stahl. Lenkung und Fahrwerk des Stonic sollen so abgestimmt sein, dass das SUV zwar agil ist, aber trotzdem stabil auf der Straße liegt. Für mehr Sicherheit hat das ESC des Kia Stonic zusätzliche Funktionen: Die Gegenlenkunterstützung stimmt ESC und Servolenkung aufeinander ab, in Kurven verhindern die Bremsen, dass das SUV untersteuert. Sollten die Räder links und rechts beim Bremsen nicht gleichmäßig verzögern, sorgt die Elektronik für eine stärkere Bremskraft. Außerdem bietet Kia optional noch weitere Assistenten für den Stonic an. Motorseitig gibt es drei Benziner und einen Diesel mit Leistungen zwischen 84 und 120 PS. Die Konkurrenz kommt auch aus dem eigenen Haus: Neben dem Polo-SUV T-Cross muss sich der Stonic mit dem kürzlich vorgestellten Hyundai Kona messen.

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Interieur: Schön geräumig für ein Kleinwagen-SUV

Die Cockpit-Architektur ist auf der Höhe der Zeit, aber nicht extravagant.

Der Radstand des Stonic misst 2,58 Meter. Schon beim Einstieg gibt's ein Aha-Erlebnis: Schön geräumig ist es im kleinen SUV aus Korea! Kopf, Knie, Ellbogen – alles findet bequem Platz, selbst wenn Fahrer und Beifahrer die 1,90 Meter knacken. Ähnlich wie im Hyundai Kona ist die Cockpit-Architektur auf Höhe der Zeit, aber nicht extravagant. Ein bisschen Farbe in der Mittelkonsole (insgesamt stehen vier Akzentfarben im Konfigurator), an der Einfassung des Schalthebels und passende Nähte – weiter durften die Innenraumdesigner nicht gehen. Und so geht es dem Stonic eher um die Praxis als ums Prinzip. Gut so, denn praktisch ist er wirklich: Auch hinten gibt's Platz für (fast) alle Körpergrößen. Mit 1,95-Meter touchieren die Knie nur leicht die Vordersitze, die Haarspitzen streicheln den Dachhimmel. Die meisten Fond-Passagiere dürften fast nicht mitbekommen, dass sie sich in einem Kleinwagen befinden, so kommod sitzt es sich – lässt man einmal die recht kurze Sitzfläche außer Acht. Gut gefällt die ergonomisch hervorragende Armauflage in der Tür. Dass Kia die Hinterbänkler auch mit kleinen Zuwendungen glücklich machen kann, beweist die USB-Ladebuchse zwischen den Vordersitzen. Super, da hat jemand mitgedacht! Wie beim Kofferraum, der nicht nur akzeptable 352 Liter fasst, sondern auch mit einem doppelten Ladeboden kommt, der sich schräg an die Rücksitzbank anschmiegen kann. Warum? Ganz einfach: Sind die Rücksitze umgeklappt, fällt die entstandene Kante nicht mehr so stark ins Gewicht und macht die 1155 Liter Kofferraumvolumen besser nutzbar.

Fahren: Erster Test mit dem Einliter-Benziner

AUTO BILD war mit dem neuen Kia Stonic schon unterwegs! Die Technik des Stonic kommt vom Rio, doch anders als beim Konzernbruder Hyundai Kona wird es keinen Vierradantrieb geben. Der Test-Stonic wurde angetrieben vom 1,0 Liter großen T-GDI, der wohl auch der meistverkaufte Antrieb werden wird. Völlig zu Recht, denn der Turbo-Direkteinspritzer passt bestens zum Stonic: kernig, drehfreudig, temperamentvoll. Dabei klingt er heiser und rau, typisch Dreizylinder eben. Der nur knapp 1,2 Tonnen leichte Stonic beschleunigt damit flott, soll den Sprint auf Tempo 100 in 10,3 Sekunden schaffen und maximal 185 km/h rennen. Den Verbrauch gibt Kia mit 5,0 Litern an. Nach der ersten, zugegeben sehr flotten Testrunde standen 6,2 Liter auf der Uhr. Der Test-Stonic stand auf 17-Zöllern (205/55 R 17 ContiPremiumContact). Damit fährt sich das SUV betont quirlig und leichtfüßig, rollt allerdings auch ziemlich hart ab, nimmt Querfugen durchaus poltrig. Vielleicht braucht man die großen Räder nicht wirklich.

Ausstattung: 20 Farbzusammenstellungen für den Stonic

Das Dach bekommt seinen eigenen Farbton – insgesamt sind 20 Farbzusammenstellungen möglich.

Weil jeder Stonic nach dem Geschmack seines Besitzers gestaltet sein soll, bietet Kia einiges an Ausstattungen und Extras an. Vier Ausstattungsversionen sind bestellbar: Edition 7, Vision, Spirit und die vollausgestattete Platinum Edition. Für den Lack sind dank des andersfarbigen Dachs 20 Farbzusammenstellungen möglich. Verschiedene Ausstattungslinien bringen zusätzlich Farbe in den Innenraum. Optional gibt es für das SUV noch eine Sitzheizung vorne, eine Geschwindigkeitsregelanlage und schlüsselloses Öffnen. Gegen Aufpreis bietet Kia außerdem verschiedene Assistenten für den Stonic an: Spurhalte- und Spurwechselassistent mit Totwinkelwarner sind ebenso erhältlich wie ein autonomer Notbremsassistent der auch Fußgänger erkennt und vor einem Frontalcrash warnt. Für mehr Komfort gibt es einen Fernlichtassistent und eine Müdigkeitserkennung. Ab Werk ist stets ein 7-Zoll-Touchscreen für die Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay oder Android Auto verbaut. Auch die Klimaanlage, das Audiosystem, Bluetooth, elektrisch einstellbare Außenspiegeln, ein Start-Stopp-System und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen sind serienmäßig.

Motoren: Drei Benziner und ein Diesel

Die Motorenpalette umfasst drei Benziner und einen Diesel, immer mit Schaltgetriebe und immer mit Frontantrieb. Bei den Beinzinern stehen ein Einliter-Turbomotor mit bis zu 120 PS und zwei Saugmotoren mit 1,2 und 1,4 Litern Hubraum sowie 84 und 99 PS zur Auswahl. Der einzige Selbstzünder ist ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 110 PS.

Technische Daten und Preis: Ab 15.790 Euro geht's los

Der kleine Benziner mit 84 PS (Ausstattungslinie Edition 7) steht ab 15.790 Euro im Prospekt. Weitere Preise stehen noch nicht fest. Sicher ist aber, dass der Stonic ab 30. September 2017 bei den Händlern steht.


• Kia Stonic 1.2 ● Leistung: 62 kW (84 PS) ● Verbrauch: 5,2 l/100 km.
• Kia Stonic 1.4
● Leistung 73 kW (99 PS) ● Verbrauch: 5,5 l/100 km.
• Kia Stonic 1.0 T-GDI 120
● Leistung: 88 kW (120 PS) ● Verbrauch: 5,0 l/100 km.
• Kia Stonic 1.6 CRDi
● Leistung: 81 kW (110 PS) ● Verbrauch: 3,8 l/100 km.

Kia Stonic (2017): Test und Preis

Autoren: Peter R. Fischer, Katharina Berndt, Dirk Branke

Stichworte:

SUV

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