Killer-Kältemittel R1234yf

— 01.03.2012

EU fordert weitere Tierversuche

Um das umstrittene Kältemittel R1234yf gibt es neuen, unappetitlichen Ärger. Hersteller Honeywell soll weitere Tierversuche machen, um toxische Gefahren zu erforschen. Doch der US-Konzern wehrt sich.

Neuer Streit um das Killer-Kältemittel R1234yf (oder HFO-1234yf): Die Europäische Chemikalien-Agentur (ECHA) fordert zusätzliche Tierversuche mit R1234yf, nachdem bei vorangegangenen Experimenten Versuchstiere überraschend gestorben waren.

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Überraschend, weil die Versuche mit schwangeren Kaninchen eigentlich dafür gedacht waren, Auswirkungen von R1234yf auf die Entwicklung der Föten zu untersuchen. Es starben jedoch die Kaninchenmütter. Aufgrund dieser Ergebnisse soll Hersteller Honeywell nach dem Willen der EU-Behörde nun einen 90-Tage-Inhalationstest mit Kaninchen durchführen, um die sogenannte subchronische Toxizität des Kältemittels zu ermitteln.

Lesen Sie auch: Experte fordert weitere Tests

Video: Killer-Kältemittel

Achtung, Lebensgefahr!

Honeywell hat gegen diese Entscheidung der ECHA Widerspruch eingelegt. Das Verfahren läuft zurzeit noch. Honeywell-Sprecherin Sabine Chmielewski begründet den Widerspruch damit, dass es für den 90-Tage-Versuch "kein etabliertes Versuchsprotokoll" gebe. Stattdessen habe Honeywell einen 28-Tage-Test mit Kaninchen angeboten, um "mögliche Fragen von ECHA aus dem Weg zu räumen". Die Ablehnung des Widerspruchs wäre für Honeywell bindend, der 90-Tage-Test müsste dann durchgeführt werden. Je nach Versuchsergebnis könnte das Auswirkungen auf die EU-Zulassung von R1234yf haben.

Was ist das Kältemittel HFO-1234yf?

HFO-1234yf (2,3,3,3 Tetrafluorpropen) wird als Nachfolger des Kältemittels R134a in Auto-Klimaanlagen eingesetzt. Der Vorteil von HFO-1234yf: Es hat ein geringeres Treibhauspotenzial.

Kältemittel HFO-1234yf 1 von 5

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Kommentare zum Artikel (10)

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Olaf
08.03.2012, 16:25Uhr

Hätten unsere Berufspolitiker ihr Resthirn angeschaltet und vor der Genehmigung und Einführung dieses profitablen Gifts nachgedacht, würden neue Klimaanlagen mit dem Schädigungsfaktor 1 = CO2 laufen. Bei dessen Auffüllung ist jedoch kein ausreichender Profit zu generieren.
Lobbyismus von der reinsten Seite hat hier bei R1234yf wieder mal total gesiegt, noch?!
Auf der Strecke blieben Versuchs- und \\\\\\\"Volkskaninchen\\\\\\\"... Hoffentlich gehört zu den ersten Flusssäureopfern ein hoher Politiker in seinem Dienstwagen!

berni344
07.03.2012, 15:02Uhr

Wann hört Ihr endlich auf mit diesen erbärmlichen Versuchen \"Notwendiges zu rechtfertigen\" Forscht weiter bei syntetischen Versuchen. Honeywell und gleichgesinntes sollte die Brühe an sich ausprobieren. Das wäre Fortschritt. Denn wenn es ungefährlich ist,können sie es ja bedenkenlos vorführen. Der Koch muss ja seine Suppe auch probieren.
T i e r v e r s u c h e --- N e i n --- u n d --- n o c h m a l s --- N e i n!!!
Für alle

David Schaack
05.03.2012, 19:05Uhr

SOFORT weitere Tierversuche stoppen !

Gewissen
03.03.2012, 13:06Uhr

Es ist unglaublich wie brutal und gewissenlos manche unserer Zeitgenossen mit unschuldigen und wehrlosen Kreaturen dieser Erde umgehen. Und das im Jahr 2012!
Alles zur maximalen Profitsteigerung der chem. Industrie, der Tierquälerlobby und der Sicherung von hochdotierten Beamtendienstposten, in der Endkonsequenz jedoch völlig unnötig und sinnlos. Können die an solchen Brutalitäten beteiligten eigentlich noch ruhig schlafen oder brauchen sie dazu auch schon die Hilfe der chem. pharmaz. Industrie?

Anni Schregle
02.03.2012, 19:22Uhr

Die Tierversuche sind vollkommen sinnlos. Man kennt die Gefährlichkeit des R1234yf und ist nicht im stande, dies zu verbieten.

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