Killer-Kältemittel R1234yf
— 26.10.2012
Kia ohne Killer-Kältemittel
Die Liste der Autohersteller, die auf das umstrittene Kältemittel R1234yf verzichten, wird immer länger. Auch Kia greift in zwei Modellen wieder auf das bislang gebräuchliche R134a zurück.
Immer mehr Autobauer verzichten auf das umstrittene neue Klimaanlagen-Kältemittel R1234yf. Nach Daimler und
Mazda erklärte nun auch der koreanische Hersteller
Kia, dass zurzeit keine Autos mit R1234yf-Klimaanlagen mehr verkauft würden. Stattdessen kühlen aktuell ausgelieferte
cee'd und
Sorento wieder mit dem alten R134a. Daimler hatte Ende September den
Ausstieg aus R1234yf bekannt gegeben. Eigene Tests hatten ergeben, dass das Kältemittel bei Unfällen zu einem Brand und zur Freisetzung von giftigem und ätzendem Fluorwasserstoff führen kann.
Das Kältemittel R1234yf soll nach dem Willen der Autoindustrie R134a in Pkw-Klimaanlagen ersetzen. Hintergrund: Die EU-Richtlinie 2006/40/EC verbietet in Automodellen mit Typzulassung nach dem 1. Januar 2011 ...
... Kältemittel mit zu großem Treibhauseffekt in der Atmosphäre (Global Warning Potential, GWP). In solchen Autos dürfen nur noch Kältemittel kühlen, deren GWP kleiner als 150 ist (GWP von R134a: 1400). Obwohl es Alternativen gibt, entschieden sich die Autohersteller 2009 für die patentierte ....
... Fluor-Chemikalie R1234yf. Diese hat zwar nur ein GWP von vier, kann sich aber unter Hitzeeinwirkung zu giftiger und ätzender Flusssäure zersetzen. Wegen Lieferschwierigkeiten von R1234yf hat die EU ...
... im April 2012 eine Übergangsfrist erlassen: Autohersteller dürfen längstens bis 31. Dezember 2012 noch das klimaschädliche R134a auch in Modellen mit Typzulassung nach dem 1. Januar 2011 einsetzen.
Dass Kia kein R1234yf mehr verwendet, war beim Brand eines Autotransporters mit acht cee'd noch nicht bekannt. Axel Klitschke, Leiter des Feuerwehreinsatzes, beklagte, dass es "nur spärliche Informationen" über die in Autos genutzten neuen Chemikalien gebe.
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