Killer-Kältemittel R1234yf

— 01.03.2013

Auch ein Umweltkiller?

Schaden die Abbauprodukte des umstrittenen Kältemittels R1234yf auch der Natur? Ein Forschungsinstitut warnt vor langfristigen Umweltproblemen.



Das neue Kältemittel R1234yf kann langfristig zu Umweltproblemen führen, weil giftige Zerfallsprodukte sich in Wasser und Boden anreichern. Davor warnt die Schweizer Materialprüfungsanstalt EMPA nach der Auswertung von Computersimulationen.

Das umstrittene Kältemittel R1234yf

Das Kältemittel R1234yf soll nach dem Willen der Autoindustrie R134a in Pkw-Klimaanlagen ersetzen. Hintergrund: Die EU-Richtlinie 2006/40/EC verbietet in Automodellen mit Typzulassung nach dem 1. Januar 2011 ...

1 von 4

BMW i3 mit R1234yf? Ob das Elektroauto mit dem Killer-Kältemittel kommt, ist noch nicht endgültig entschieden.

Bis zu 19.000 Tonnen toxischer Trifluoressigsäure (TFA) würden jährlich in Europa mit dem Regen auf Boden- und Wasserflächen niedergehen, wenn sich R1234yf als neues Standard-Kältemittel für Pkw-Klimaanlagen durchsetzt. Die permanent aus den Klimaanlagen entweichenden R1234yf-Moleküle zerfallen zwar selbst schnell in der Atmosphäre, allerdings reichert sich die daraus entstehende, chemisch sehr stabile Trifluoressigsäure "praktisch unendlich lang in Wasser und Lebewesen an. Die Säure ist für Pflanzen giftig, insbesondere für einige Algenarten", so der Bericht.

Daimler testet Kältemittel-Alternative AC-6

Neues Kältemittel AC-6 Neues Kältemittel AC-6 Daimler-Schrfitzug

Daimler will die neue S-Klasse mit dem sicheren R134a ausliefern. Vorausgesetzt, die Behörden spielen mit.

EMPA-Atmosphärenforscher Stephan Henne sieht zwar "keinen Anlass zur Panik", empfiehlt aber, möglichst bald mit einer systematischen Überwachung der TFA-Konzentration in Regenwasser, Seen und Meeren zu beginnen. Der EMPA-Bericht ist ein weiterer Rückschlag für das Killer-Kältemittel R1234yf, auf das sich die Autohersteller ausgerechnet wegen eines EU-Umweltgesetzes geeinigt hatten. Im Herbst 2012 hatte Daimler mit seinen "Real-Life"-Tests nachgewiesen, dass R1234yf Brände auslösen und Flusssäure freisetzen kann. Daraufhin erklärte der Konzern, R1234yf aus Sicherheitsgründen in seinen Autos nicht mehr zu nutzen.
Sollte R1234yf wegen Umweltgefährdung verboten werden? Stimmen Sie auf der rechten Seite ab!

Stichworte:

Killer-Kältemittel



Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Weitere interessante Artikel

Weitere interessante Videos

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige
Adventskalender 2014

Adventskalender 2014

Im autobild.de-Adventskalender 2014 gibt es Preise im Gesamtwert von über 250.000 Euro.

Jetzt mitmachen und gewinnen!

Umfrage

'Sollte R1234yf wegen Umweltgefährdung verboten werden?'

Neuwagen

NEUWAGEN zu Top-
Konditionen, mit voller
Herstellergarantie
und zu attraktiven
Zinsen finanziert.

Hier klicken zu den Top-Angeboten

Gebrauchtwagen

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote