Killer-Kältemittel R1234yf

Killer-Kältemittel R1234yf

— 14.02.2014

EU will Gesetzeslücken schließen

Die EU will Schlupflöcher beim Typgenehmigungsverfahren schließen. Durch diese waren Hersteller, unter anderem Mercedes, geschlüpft, um das umstrittene Kältemittel R1234yf zu vermeiden.

Die EU-Kommission hat angekündigt, das Typgenehmigungsverfahren für Pkw noch in diesem Jahr zu verschärfen. Mehrere Autohersteller, unter anderem Mazda, Mercedes

Video: Killer-Kältemittel

R1234yf setzt B-Klasse in Brand

und Toyota, hatten neue Modelle nachträglich zu Varianten ihrer Vorgänger umdeklariert. Das ist im Rahmen der Gesetze zulässig und ermöglicht, bestimmte Regelungen zu umgehen, die an einen Stichtag bei der Typzulassung geknüpft sind. Im aktuellen Fall konnten die Hersteller mithilfe der zweiten Typgenehmigung anstelle des brennbaren Kältemittels R1234yf legal das in neuen Modellen nicht mehr zulässige R134a verwenden. In früheren Jahren hatte beispielsweise Fiat mit der gleichen Methode die ESP-Pflicht beim Panda umgangen, indem dieser als Fiat 500 typisiert wurde.

2100 Unfälle mit möglichen Folgen jährlich

Derweil fand ein weiteres Treffen der EU-Expertengruppe zur Bewertung der Sicherheit von R1234yf statt. Dabei stellte die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) neue Berechnungen vor. Danach wird bei jährlich etwa 2100 Unfällen die Klimaanlage so beschädigt, dass ein brennbares Kältemittel zu einer zusätzlichen Gefährdung führen könnte.

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