Kindersitze im Oldtimer

Kindersicherheit im Oldtimer

— 02.07.2013

Der Nachwuchs im Klassiker

Mit den Kindern an Bord macht's doch am meisten Spaß. Wenn der fahrbare Untersatz schon älter ist, bleibt aber oft die Sicherheit der Kleinen auf der Strecke. Wir zeigen, wie der Nachwuchs geschützt im Oldtimer mitfährt.

Wichtig zu Beginn ist die Frage nach den Sicherheitsgurten im geliebten Klassiker. Wenn Sie welche haben: Top! Wenn nicht: auch nicht schlimm. In der Regel lassen sich Dreipunktgurte ohne Schwierigkeiten nachrüsten. Wo dies prinzipiell nicht geht das nicht funktioniert, beispielsweise in Cabrios, können Sie auf Beckengurte ausweichen. Preislich bewegt man sich im unteren dreistelligen Bereich. Die Originalität des Klassikers, auch im Hinblick auf das H-Kennzeichen, wird durch Gurt-Einbauten prinzipiell nicht geschmälert. Wichtig beim Einbau der Gurte ist, dass die Schrauben ordnungsgemäß mit der Karosserie verschraubt werden. Normwert ist in diesem Falle die Festigkeitsklasse 12.9. Stahlplatten sind die gängigsten Varianten, um den Gurt optimal mit der Karosse zu verbinden. Gibt es im Fahrzeug keine Gurte und ist Ihr Kind älter als drei Jahre, darf es auf der Rückbank mitfahren. Wir raten aber dringend davon ab, da keinerlei Sicherheit gewährleistet ist.

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Wichtig ist natürlich die Wahl des richtigen Kindersitzes. Handelsübliche Modelle können ohne weitere Probleme mit einem Dreipunktgurt befestigt werden. Vorsicht ist geboten, wenn Sie einen automatischen Beckengurt montiert haben. Für diese Art von Gurten gibt es keine zugelassenen Kindersitze. Das verbreitete Isofix-System macht ebenfalls Schwierigkeiten, da es zwei weitere Ösen im Auto erfordert. Wenn Sie auf dem großen Angebot den perfekten Sitz (Wichtig: ECE-Norm R44 03 oder 04) ausgewählt haben, kaufen Sie den Sitz nach Möglichkeit nicht im Internet, denn Sie sollten unbedingt die Passform des Sitzes im Fahrzeug überprüfen. Ist die Gurtpeitsche zu lang? Ist der Gurt ausreichend lang ausziehbar? Passen Gurte und Sitz einwandfrei zusammen, ist noch zu beachten, dass Ihr Kind auch richtig im Kindersitz platziert ist. Kommt ein gebrauchter Kindersitz in Frage, sollten Sie unbedingt die Vorgeschichte des Sitzes in Erfahrung bringen. Gewicht und Größe müssen natürlich mit den Angaben des Herstellers übereinstimmen, und der Gurt darf natürlich nicht am Hals scheuern.

Beachten Sie auch, dass Kindersitze die aktuelle Prüfnorm ECE R 44/04 erfüllen sollten (Prüfnummer unter E beginnt mit 04). Noch zulässig sind Sitze nach Prüfnorm ECE R 44/03. Ältere Kindersitze nach ECE R 44/02 und /01 dürfen seit April 2008 nicht mehr verwendet werden. Dies gilt auch für „Gurtadapter“, die den Gurtverlauf im Beckenbereich verbessern sollen. Sie gelten als gefährlich. Tipps für die Auswahl des richtigen Kindersitze und deren Handhabung finden Sie oben in der Bildergalerie!

Autor: Christoph Richter

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