Kindersicherung oft mangelhaft

Kindersicherung oft mangelhaft

— 25.09.2007

Reine Bequemlichkeit

Eltern sind bei der Sicherung ihrer Kinder immer noch sehr häufig ausgesprochen nachlässig. Etwa ein Fünftel gurtet den Nachwuchs falsch oder überhaupt nicht an. Oft aus reiner Bequemlichkeit.

Jedes fünfte Kind in Deutschland wird im Auto überhaupt nicht oder falsch gesichert. Das ist das traurige Ergebnis einer bundesweiten Untersuchung des Autoclub von Europa (ACE) über Maßnahmen zur kindgerechten Unfallverhütung. Dazu hatte der Club vor 215 Kindergärten insgesamt 8383 Autos auf die Kindersicherheit überprüft. 28 Prozent der Eltern ließen die Schützlinge auf der Fahrerseite aussteigen und gefährdeten sie damit ebenfalls. ACE-Projektleiter Bruno Merz sagte: "Wir gehen nicht von Vorsatz aus, aber wenn so viele Eltern aus Bequemlichkeit dem Schutz ihrer Kinder so wenig Bedeutung beimessen, ist mindestens Fahrlässigkeit im Spiel." Der ACE wies außerdem darauf hin, dass ungesicherte Kinder einem siebenfach höherem Risiko ausgesetzt seien, bei einem Unfall schwere oder sogar tödliche Verletzungen zu erleiden. Trotzdem lassen sich viele Eltern offensichtlich auch nicht von der gesetzlichen Verpflichtung beeindrucken, Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und einer Größe bis 1,50 Meter mit einem geeigneten Rückhaltesystem sichern zu müssen. Traurige Wahrheit: 2005 und 2006 starben 295 Kinder unter 15 Jahre im Straßenverkehr, fast die Hälfte von ihnen als passive Mitfahrer in Pkw.

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