Deutsche Zulieferer bauen den Motor des indischen Billigautos Tata Nano.

Kleinstauto Tata Nano

— 28.07.2008

Deutsches Diesel-Herz

Das Aachener Unternehmen FEV entwickelt für das indische Billigauto Tata Nano einen Dieselmotor, berichtet die indische "Economic Times". Das Aggregat soll einen Hubraum von 800 Kubikzentimeter haben.

Beim Bau des billigen Mini-Autos Tata Nano, dessen Produktion zum Jahresende in Indien anlaufen soll, sind deutsche Zulieferer mit im Boot. Wie das indische Wirtschaftsblatt "The Economic Times" unter Berufung auf Industriekreise berichtet, soll das Aachener Unternehmen FEV für den Nano einen kleinen Dieselmotor konstruieren, der voraussichtlich 2009 auf den Markt kommt. Dabei handele es sich um ein Zweizylinder-Triebwerk mit 800 Kubikzentimeter, also 0,8 Liter Hubraum. Zusätzlichen Schub bringt ein Turbolader, der vom US-Zulieferer Honeywell Turbo India konstruiert wird. Es soll rund 30 Prozent weniger Sprit verbrauchen als ein etwa gleich großer Benzinmotor. Die Einspritzanlage des Selbstzünders wird Bosch fertigen. Auch die Dieselpumpe, die Motorsteuerung sowie die Einspritzanlage für den kleineren Benziner stammt aus Stuttgart, bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber autobild.de.

Ende 2008 soll der fünftürige Nano mit einem 600-Kubikzentimeter-Benziner auf den Markt kommen. Sein Preis in Indien wird umgerechnet rund 1700 Euro betragen. Der indische Hersteller, der Tata-Konzern, hat bereits angekündigt, das Fahrzeug ab 2012 auch in Europa verkaufen zu wollen. Fest steht ebenfalls, dass die strengen europäischen Crashnormen den Preis erheblich steigern würden.

Autor: Roland Wildberg

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