Die besten und schlechtesten Bremser bei den Kleinwagen

Kleinwagen: Bremsen-Ranking

Gute Bremser, schlechte Bremser

Top oder Flop? Wir haben jeweils die zehn besten und schlechtesten Bremser unter den Kleinwagen zusammengestellt. Überraschungen inklusive!
Bei AUTO BILD-Tests werden selbstverständich auch die Bremswerte ermittelt. Dabei liegen manche Autos mit etwas über 34 Metern auf Porsche-Niveau, andere kommen erst zehn Meter später zum Stehen. Dabei sind Bremswerte von über 40 Metern alles andere als zeitgemäß.

Gute Bremser, schlechte Bremser

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Gewicht)

Das Fahrzeuggewicht hat maßgeblichen Einfluss auf die Länge des Bremsweges. Denn je höher das Gewicht, desto höher die benötigte Bremsleistung um ein Auto zum Stehen zu bringen.

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Fahrzeughöhe)

Bei Fahrzeugen mit einem hohen Schwerpunkt wirkt beim Bremsen um die Querachse auch ein höheres Moment, wodurch das Auto beim Bremsen "einnickt". Je stärker dieses Einnicken, desto schwächer die Bremswirkung.

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Reifen)

Ohne gute Reifen verpufft die Leistung der Bremsen. Bei trockener Straße sind besonders breite Reifen (große Reibfläche) im Vorteil. Auch die Reifenhöhe ist von Bedeutung, da Reifen mit einer niedrigen Flanke eine höhere Auflagefläche auf der Felge haben (im Verhältnis zum Reifenumfang) und so die Kraft besser übertragen können.

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Motorleistung)

Wer schnell beschleunigt und hohe Geschwindigkeiten erreicht, der muss auch schnell Geschwindigkeit wieder abbauen können. Autos mit viel Leistung haben daher größer dimensionierte Bremsen.

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Fahrzeugpreis 1)

Gibt es gute Bremsen also nur für teures Geld? Nein. Echte Fabelwerte schaffen zwar nur die teuren Supersportler. Allerdings zeigt unser Vergleich: auch in der Kleinwagen-Klasse gibt es Autos mit hervorragenden Bremswerten.

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Fortschritt 1)

Viele Autos besitzen heute dank verbesserter Werkstoffe und Komponenten vor allem wiederstandsfähigere Bremsen. Gute Bremsen sollten ohne "Fading" auskommen – dem stetigen Abnehmen der Bremsleistung aufgrund von Hitzeempfindlichkeit der Materialien. Teilweise verbessern sich sogar die Verzögerungswerte bei steigender Bremsen-Temperatur.

Die Faktoren für gute Bremswirkung (Fortschritt 2)

Neben dem Bremsen selbst sind auch moderne Reifen mit neuen Gummimischungen und Profilen verantwortlich für immer kürzere Bremswege. Weitere Stellschrauben bei der Optimierung der Bremswirkung sind das Fahrwerk, elektronische Regelsysteme und auch die Aerodynamik des Fahrzeugs.
Wir haben in der Bildergalerie jeweils die zehn besten und schlechtesten Bremser unter den Kleinwagen zusammengestellt. Betrachtet wurden alle Kleinwagen, die seit 2010 den AUTO BILD-Test durchlaufen haben. Tuning-Fahrzeuge wurden nicht betrachtet. Der angegebene Bremswert ist der Mittelwert aus den Bremswegen aus 100 km/h bei kalten und warmen Bremsen. Bei gleichem Bremsweg schnitt das Auto mit dem höheren Leergewicht aufgrund der höheren Bremsleistung besser ab. Hier kommen die Kleinwagen mit und ohne Biss!

Die besten und schlechtesten Bremser bei den Kleinwagen

Autoren: Peter R. Fischer,

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