Klimapass für Autos

Klimapass für Autos

Klimapass für Autos

— 29.05.2007

Ausweisen, bitte!

Zukünftig sollen alle Neuwagen einen Klimapass erhalten. Der Umwelt-Ausweis soll neben dem Preisschild angebracht werden.

Ein neuer Auto-Klimapass soll künftig nach den Vorstellungen des Umweltministeriums in den Ausstellungsräumen der Händler an der Windschutzscheibe des Fahrzeugs hängen. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) präsentierte eine Grafik, die ähnlich wie bei Küchengeräten neben dem Preisschild angebracht werden soll. Sie zeigt anhand von Rot-Grün-Skalen die Umweltbelastung der einzelnen Autos. Eine Sprecherin von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee begrüßte das Vorhaben Gabriels. Die Pläne seien gerade in der Ressortabstimmung im Bundeskabinett. Der Autoclub ACE findet die Pläne ebenfalls sinnvoll, weil dem Verbraucher vor Augen geführt werde, welche Folgekosten und Umweltrisiken mit dem Kauf verbunden seien.

So könnte der geplante Klimapass für Neuwagen aussehen.

Das Vorhaben ist jedoch laut WELT AM SONNTAG in der Koalition noch umstritten. Der CDU-Verkehrspolitiker Dirk Fischer erklärte, der Vorstoß sei "nicht abgestimmt". Man müsse mit der Industrie und dem Umweltbundesamt reden. "Man muss wissen, was das für die Industrieproduktion bedeutet und für den heimischen Markt, wenn man so etwas allein macht". Der ACE-Vorsitzende Wolfgang Rose sagte, der Club erwarte, dass die Automobilindustrie den Vorschlag konstruktiv aufgreife und nicht, "wie das früher mitunter der Fall war, reflexhaft eine Abwehrhaltung einnimmt". "Wir finden den Vorschlag insgesamt gut", sagte die Sprecherin des Verkehrsministeriums. Umstritten ist bei den Fachleuten offenbar die Einordnung der verschiedenen Fahrzeugwerte. Tiefensee steht auf dem Standpunkt, dass man beispielsweise einen Smart nicht mit einem schweren Geländewagen vergleichen könne und will deshalb in einer zweiten Rot-Grün-Skala des jeweiligen Modells die relative Umweltverträglichkeit bezogen auf die Fahrzeugklasse ausweisen.

Einer seiner wichtigsten Parameter ist die Nutzlast des Fahrzeugs. Umweltverbände haben dagegen einen Vorschlag unterbreitet, der sich an der Grundfläche des Wagens orientiert. In Gabriels Entwurf werden unter anderem auch noch die voraussichtlichen Benzinkosten über 160.000 Kilometer angegeben.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.