Knöllchen-Horst klagt gegen Dolly Buster

Knöllchen-Horst gegen Dolly Buster

— 29.01.2015

"Ungeiles" Urteil für Knöllchen-Horst

"Knöllchen-Horst" hat schon Zehntausende Parksünder angezeigt. Jetzt klagte er gegen Ex-Erotik-Star Dolly Buster wegen des Begriffes "geil" – und verlor. Die Urteilsbegründung ist durchaus realitätsnah.

(dpa) Der als "Knöllchen-Horst" bekanntgewordene Jäger von Falschparkern ist mit einer Beleidigungsklage gegen Dolly Buster gescheitert. Das Amtsgericht in Osterode am Harz (Niedersachsen) wies die Klage auf Schmerzensgeld am Donnerstag (29. Januar 2015) ab. Ex-Erotikstar Dolly Buster soll in einer Fernsehsendung gesagt haben, "Knöllchen-Horst" geile sich wohl daran auf, wenn er Parksünder anzeige. Das Gericht befand, das Wort "geil" aus dem Munde einer Pornodarstellerin sei keine Herabwürdigung, sondern ein zu der von ihr verkörperten Rolle passender Sprachgebrauch. Außerdem habe der Begriff aus gesellschaftlicher Sicht einen Wandel erfahren und sei nicht mehr nur negativ belegt.

"Knöllchen-Horst", der in den vergangenen Jahren Zehntausende Parksünder angezeigt hatte, verlangte mehrere Hundert Euro Schmerzensgeld von Dolly Buster. Das Gericht wies seine Klage unter anderem auch ab, weil er von dem Sender RTL schon 400 Euro wegen der Äußerung erstritten hatte. Für die von ihm empfundene Beleidigung habe er somit bereits eine Kompensation erhalten, befand das Gericht.

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