Komfort-Check 2010: Das Endergebnis

Dacia Duster Dacia Duster

Komfort-Check 2010: Das Endergebnis

— 20.06.2010

Der Komfort-König

Das Erfolgsgeheimnis lautet Ausgewogenheit. Diesen Trick beherrscht längst nicht mehr nur die Luxusklasse. Doch die Leistungsspanne in diesem Punkt ist groß.

Komfort lässt sich nicht auf die Qualitäten der Federung reduzieren. Da spielt vieles zusammen. Ein Auto wie der alte Citroën DS, das ungerührt und ungeschüttelt über die Landstraßen schwebt, mag uns faszinieren. Aber es ist nicht wirklich komfortabel – zu laut, zu exzentrisch und auch zu mager ausgestattet, um den heutigen Komfortansprüchen zu genügen. Einleuchtend, dass in der Luxusklasse der höchste Gesamtkomfort geboten wird. Nicht so vorhersehbar indessen die Erkenntnis, dass der Abstand zu den kleineren und preisgünstigeren Autos nach wie vor sehr deutlich ausfällt. Das Komfortniveau hat in den unteren Klassen zwar erheblich zugelegt. Aber ebenso markant sind die Fortschritte im oberen Segment.

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Nicht in jedem Fall ist teurer und größer freilich auch komfortabler. Das beweist in diesem Vergleich der Citroën C5, der sich in der Gesamtwertung dem VW Golf geschlagen geben muss. Ähnlich wie sein Vorfahr schuldet er dies seinem Mangel an Ausgewogenheit. Bei den Vans zeigt sich, dass Vorteile in der Funktionalität immer noch durch Nachteile beim Sitzkomfort und im Federungskomfort erkauft werden. Ein Lichtblick dagegen in der SUV-Klasse: Der BMW X5 beweist, dass Komfort hier kein Fremdwort sein muss.
Komfort-Check: Das Endergebnis
Platz Modell Federung Sitze Innen-
geräusch
Funktionalität Wellness Gesamt
1 Mercedes S-Klasse 28 30 26 24 28 136
2 Audi A8 25 25 28 21 26 125
3 BMW X5 21 26 22 20 19 108
4 BMW 5er 22 24 23 19 19 107
5 VW Sharan 17 20 18 20 15 90
6 VW Golf 19 19 19 15 14 86
7 Citroën C5 18 22 15 14 15 84
8 Citroën DS 21 19 5 12 11 68
8 Opel Meriva 12 17 12 15 12 68
10 Dacia Duster 14 13 4 16 5 52
Wolfgang König

Wolfgang König

Fazit

Nehmen Sie die adaptive Fahrwerkdämpfung, vor zehn Jahren noch ein Privileg der Oberklasse. Inzwischen gehört sie schon in der Golf-Klasse zum guten Ton und ermöglicht die Wahl zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ein echter Fortschritt, auch für den Komfort, wie das DCC-System im Golf zeigt. Bei den Luftfedern mit dem systembedingten Niveauausgleich dürfte der Abstieg aus der Oberklasse indessen auf sich warten lassen (zu teuer). Das gilt noch mehr für die ABC (Active Body Control)-Federung des Mercedes. Viele Details aber, die den Komfort steigern, werden zunehmend demokratisiert – von den hydraulischen oder gar adaptiven Motorlagern bis zur zwei- oder mehrzonigen Klimaautomatik. Klimatisierte Massagesitze, Isolierglas, Internetzugang? Unsere Prognose: Warte nur ein Weilchen ...

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