Kooperation Renault-Nissan/GM

GM und Renault/Nissan: Kooperation vom Tisch

Kooperation Renault-Nissan/GM

— 05.10.2006

Thema vom Tisch

Die geplante Allianz zwischen General Motors und Renault-Nissan ist geplatzt. Knackpunkt: keine Einigung über Gewinnverteilung.

Knapp zwölf Wochen nach ihrem Beginn sind die Gespräche des US-Autobauers General Motors (GM) mit Renault und Nissan Motor über eine mögliche Dreier-Allianz abgebrochen worden. Auf beiden Seiten sei man sich darüber einig gewesen, dass ein Zusammenschluss "deutliche Synergien" geschaffen hätte, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Doch hätten sich die Parteien "nicht darauf einigen können, wie diese Gewinne verteilt werden."

Der Chef von GM, Rick Wagoner, hatte bereits Ende September auf dem Autosalon in Paris deutlich gemacht, dass er die Aussicht auf eine Allianz gedämpft sieht. "Die Allianz ist für uns nicht überlebenswichtig, wir können auch ohne leben", sagte er. Ursprünglich sollten die Möglichkeiten für ein Bündnis bis zum 15. Oktober geprüft werden.

Laut Medienberichten forderte Wagoner für den Fall eines Bündnisses rund fünf Milliarden Dollar Ausgleichszahlung von Renault und Nissan, weil GM mehr wert sei. An der Börse ist GM aber wesentlich weniger wert als Renault ohne den wertvolleren Partner Nissan. Allerdings stiegen die GM-Aktien nach Sanierungsfortschritten wieder im Wert.

Zu hoch gepokert: GM-Chef Rick Wagoner wollte mehrere Milliarden Ausgleichzahlungen von Renault-Nissan.

Der Verwaltungsrat des weltgrößten Autokonzerns GM hatte am 3. Oktober über den Stand der Gespräche über eine Dreierallianz mit Renault und Nissan beraten. Die Sitzung fand vor dem Hintergrund eines neuen Vorstoßes des Großaktionärs Kirk Kerkorian statt. Kerkorian hatte Wagoner und Renault/Nissan-Konzernchef Carlos Ghosn zu einer globalen Allianz gedrängt. Ghosn hatte im Verlauf der Gespräche erheblich mehr Interesse an einem solchen Verbund gezeigt als Wagoner. Der GM-Konzernchef setzt seinerseits stark auf die firmeninternen Restrukturierungspläne für Nordamerika.

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