Kopf-an-Kopf-Rennen der Hersteller

Kopf-an-Kopf-Rennen der Hersteller

— 21.12.2005

Fährt Toyota bald GM davon?

Japans größter Autokonzern könnte im kommenden Jahr erstmals mehr Fahrzeuge produzieren als die ewige Nummer eins aus Amerika.



Der japanische Autobauer Toyota will seine Produktion kräftig steigern und könnte damit erstmals zum Weltmarktführer aufsteigen. Branchenexperten schätzen, daß die bisherige Nummer Zwei bis spätestens 2007 den angeschlagenen US-Konzern General Motors (GM) als weltgrößten Autobauer ablösen wird.

Toyota erklärte, das Unternehmen werde 2006 voraussichtlich 9,06 Millionen Autos bauen, zehn Prozent mehr als in diesem Jahr. Vor allem auf den Auslandsmärkten erwartet Toyota eine gute Entwicklung. Dort rechnet der Konzern mit einem Absatzplus von zwölf Prozent. Auf dem Heimatmarkt in Japan peilt Toyota ein Absatzplus von vier Prozent an. "Toyota wird Ende 2006 wahrscheinlich der größte Autohersteller der Welt sein", erwartet Richard Hilgert, Autoanalyst der Rating-Agentur Fitch. Georg Stürzer von der HypoVereinsbank geht davon aus, daß Toyota GM Ende 2006, spätestens Anfang 2007 an der Weltspitze ablösen wird.

GM selbst schätzt, daß 2005 einschließlich der europäischen Standorte mit der deutschen Tochter Opel weltweit 9,08 Mio. Fahrzeuge von den Bändern laufen. Eine Prognose für 2006 gibt es nicht. GM hat angesichts von Überkapazitäten und Absatzproblemen auf seinem Heimatmarkt den Sparkurs verschärft und streicht binnen drei Jahren 30.000 Stellen. Das bedeutet den Abbau fast jedes zehnten Arbeitsplatzes weltweit. Auch Ford kämpft mit Absatzproblemen und ist wegen hohen Gesundheitskosten zu Einsparungen gezwungen. Es wird erwartet, daß bei Ford in Nordamerika binnen fünf Jahren ebenfalls bis zu 30.000 Stellen wegfallen.

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