Korruptionsaffäre bei Volkswagen

Korruptionsaffäre bei Volkswagen

— 13.07.2005

Hartz geht in Rente

VW hat das Rücktrittsangebot angenommen: Personalvorstand Peter Hartz geht in Rente – ohne Abfindung, heißt es.

Am Freitag hatte VW Personalvorstand Peter Hartz (63) angeboten, persönliche Konsequenzen aus der Korruptionsaffäre bei Volkswagen zu ziehen. Jetzt ist es so gut wie amtlich: Das vierköpfige Präsidium des Aufsichtsrats nahm sein Rücktrittsgesuch heute einstimmig an. Einer entsprechenden Empfehlung des Gremiums muß der Gesamt-Aufsichtsrat, der erst in einigen Wochen tagt, nur noch formell zustimmen.

Eine Überraschung gab es in Sachen Abfindung: Entgegen bisherigen Vermutungen, Hartz stünden wegen der Laufzeit seines Vertrages bis 2007 mindestens drei Millionen Euro zu, geht der Personalvorstand nun ohne Abfindung von Bord. Das sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, Mitglied des Aufsichtsratspräsidiums, im Anschluß an die Sitzung. Wie dpa meldet, wird Hartz in Rente gehen. Ein Termin wurde nicht genannt.

Auch über einen Nachfolger gibt es noch Spekulationen. Zunächst wird Volkswagen-Chef Pischetsrieder das Amt übernehmen, bis ein neuer Personalchef gefunden ist. Pischetsrieder favourisiert offenbar einen externen Kandidaten, die IG Metall beharrt allerdings auf ihrem Vorschlagsrecht bei der Neubesetzung des Postens. In Frage kämen der Vorstandssprecher der Wolfsburg AG, Klaus Dierkes, Audi-Personalvorstand Horst Neumann oder der VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn.

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