Kostenüberblick Audi A3

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Kostenüberblick Audi A3

— 04.11.2003

Welcher A3 rechnet sich?

"Scharf" – so preisen die Audi-Werber ihren neuen Kompakten. Doch was die Fans freut, schlägt sich meist teuer in der Versicherung nieder. Auf welchen A3 sollten Sie besonders scharf sein?

Vier Benziner und zwei Diesel zur Auswahl

Groß war die Motoren-Auswahl beim A3 bisher nicht: Als Basis gab es den altbekannten 1,6-Liter mit 102 PS, als Benziner-Alternative einen 2.0 FSI mit 150 PS. Dazu gesellte sich ein aufgebohrter 2.0 TDI, erstarkt auf 140 PS. Doch jetzt gibt es endlich Zuwachs. Ein neuer 1.6 FSI mit 115 PS sowie ein kleiner 1.9er TDI mit 105 PS komplettieren das Standardangebot. Und ganz obendrauf setzen die Ingolstädter eine echte Rakete – den A3 3.2 mit quattro-Antrieb und 250 PS. Der Sechszylinder läuft bereits im Golf IV R32 und dem Audi TT 3.2 sowie modifiziert auch im "kleinen" Porsche Cayenne.

Welche Motorisierung wählen? automobil TEST hat alle sechs Varianten getestet. Im aktuellen November-Heft gibt es insgesamt 27 Seiten Kaufberatung zu dem kompakten Ingolstädter. Inklusive aller Ausstattungen, den technischen Highlights, Vergleichstest mit dem neuen VW Golf V und Crashtest.

Doch ob mit oder ohne Statistik, am Ende zählt , was an Pferdestärken unter der Haube versteckt ist. Und das interessiert nicht nur den Fahrer, sondern auch die Versicherung. Je mehr Kraft mobilisiert werden kann, um so höher fallen in der Regel auch die Tarife aus. Denn die Erfahrung zeigt leider, dass nicht jeder diese Kraft zu zügeln versteht. Direktversicherer ONTOS hat einmal vorgerechnet, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind (Tabelle Seite 2). Dabei gab es erstaunliche Ergebnisse.

Welcher A3 ist günstig zu versichern?

So sind die Typklassen für für die beiden TDI-Modelle in der Haftpflicht identisch und damit gleich teuer – obwohl der große TDI satte 35 Mehr-PS aufweist. Gleiches gilt für die beiden 1.6er-Benziner. Gleiche Haftpflichtklasse bei 13 PS Unterschied. Selbst die Teilkaskoklasssen sind gleich teuer, der Unterschied in der Vollkasko ist gering. Insofern darf es ruhig das größere Modell sein, das im Wiederverkauf auch oft beliebter ist als die motorische Basisversion.

Unsere Beispielrechnung bezieht sich auf einen 30-jährigen Mann mit 100 Prozent Beitrag. Wer wissen will, wie teuer sein Wunsch-A3 mit den eigenen Tarifmerkmalen werden würde, kann mit dem ONTOS-Tarifrechner selber kalkulieren. Einfach die Hauptschlüsselnummer (HSN) und Typschlüsselnummer (TSN) eingeben: HSN ist für alle A3-Modelle 0588, TSN: 1.6 = 828; 1.6 FSI = 841; 2.0 FSI = 829; 3.2 = 842; 1.9 TDI = 836; 2.0 TDI = 835.

2.0 TDI contra 2.0 FSI – was rechnet sich?

Doch die Versicherung ist natürlich nur ein Kostenfaktor. Klassische Frage: Diesel oder Benziner? Rechnen wir doch mal. Ob Zweiliter TDI (140 PS) oder FSI (150 PS), das ist heute mehr als nur eine Frage der Jahresfahrleistung. Denn preislich liegen die beiden Modelle fast gleichauf, der Benziner ist 400 Euro günstiger. Doch im Verbrauch hat der TDI mit 5,5 Liter Diesel gegen 6,9 Liter Super Plus die Nase vorn.

Minuspunkte sammelt der TDI allerdings wieder in puncto Steuer: 308 gegen 135 Euro. und auch die Versicherungsprämie fällt für den Selbstzünder etwas üppiger aus, weil der TDI klassisch als Vielfahrer und damit als Risiko gilt. Unberücksichtigt lassen wir an dieser Stelle Wartung und Wertverlust, die bei einem ähnlichen Vergleich kaum eine Rolle gespielt haben. Wer nur die jährlichen Fixkosten Steuer (Differenz 173 Euro) und Versicherung (297 Euro) auf heutiger Basis kalkuliert, der fährt im FSI mit 470 Euro Vorsprung los. Die Dieselersparnis auf 1000 Kilometer beträgt rund 30 Euro. Bedeutet: 470 geteilt durch 30 gleich 15,7 oder 15.700 Kilometer. Erst danach fährt der Diesel-A3 günstiger.

1.6 contra 1.9 TDI – 1.6 FS und 3.2 quattro

Interessant ist auch der Vergleich des kleinen Benziners gegen den fast gleichstarken TDI. Der 1.6 hat einen Steuer- und Versicherungsvorteil von 575 Euro, die Differenz je 1000 Kilometer beim Kraftstoff beträgt 32 Euro. Erst ab 18.000 Kilometern lohnt sich der kleine TDI.



Nein, ein Vergleich zwischen Audi A3 1.6 FSI und 3.2 quattro bietet sich nicht an. Da die fast gleichstarken Diesel-Benziner-Paarungen am meisten Kaufhilfe brauchen, stehen diese beiden Modelle für sich. Der FSI ist sicher die vernünftigere Benziner-Variante, weil er mehr Fahrspaß als der Basis-1.6 vermittelt. Der quattro ist nur etwas für Sportfans, die sich auch von einer zu erwartenden hohen Versicherungsprämie nicht abschrecken lassen.

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