Kraftstoff-Studie

Kraftstoff-Studie

— 21.04.2005

Ein Prosit auf den Sprit

Mehr Bio-Ethanol in Benzin und Diesel hilft Treibhausgase und Rußpartikel zu reduzieren, empfiehlt die Universität Hohenheim.

Hochprozentiges Ethanol befeuert in Brasilien schon lange durch Benzinermodelle, gleiches empfiehlt Professor Jürgen Zeddies von der Universität Hohenheim auch für deutsche Selbstzünder: Mit der Beimischung von Bio-Ethanol zum Diesel könne der Rußanteil der Abgase auch ohne Filter gesenkt werden – denn die Verbrennung wird durch den Bio-Sprit-Anteil (In Brasilien bis 21 Prozent) sauberer. Ein weiterer Effekt bei Otto- wie Dieselmotoren wäre die Reduzierung von Treibhausgasen.

Hierzulande dürften Benzin knapp neun Prozent Bio-Ethanol beigemengt werden, ohne daß der Motor Schaden nimmt. Zudem sind Bio-Ethanol und Bio-Diesel seit Jahresbeginn von der Mineralölsteuer befreit und sollen einer EU-Richtlinie zufolge bis zum Jahr 2010 einen Marktanteil von gut fünf Prozent erreichen. Ein optimistischer Plan, die Produktion ist derzeit noch doppelt so teuer ist wie bei fossilen Brennstoffen.

Deshalb arbeitet die Uni Hohenheim an einem Verfahren, bei dem nicht nur Zuckerrüben oder Getreide sondern ganze Pflanzen einschließlich Stroh zu Alkohol vergären. Anbauflächen für den pflanzlichen Rohstoff gäbe es in Europa genug, sagt Professor Zeddies. "Fünf bis zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in der EU sind stillgelegt, auf weiteren fünf Prozent werden derzeit Überschüsse angebaut. Würden diese Flächen genutzt, verbessere sich auch die Wirtschaftlichkeit von Bio-Ethanol."

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