Winfried Kretschmann

Kretschmann lästert über Mercedes S-Klasse

"Wie eine Sardine in der Büchse"

Für Mercedes ist die S-Klasse "das beste Auto der Welt". Ministerpräsident Kretschmann dagegen lästert über die Luxuslimousine: "Ich hocke da wie eine Sardine in der Büchse."
(dpa/mbo) Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) findet seinen Dienstwagen, eine Mercedes S-Klasse, nicht besonders komfortabel. "Ich hocke da wie eine Sardine in der Büchse", sagte er am 16. Januar 2018 in Stuttgart. Denn vor ihm sitze ein Personenschützer und der brauche ja auch Platz. Er selbst klemme sich meistens noch seine Tasche hinter die Füße, weil neben ihm ein Mitarbeiter hocke, der auch Platz brauche. Das Platzproblem nehme er aber gern in Kauf. "Es geht mir besser als der Queen mit ihrer Kutsche", scherzt er mit Blick auf die britische Königin. Die hatte jüngst über unbequeme Sprungfedern im Sitz der Staatskutsche geklagt. Dagegen ist Kretschmanns Dienstwagen ein Plug-in Hybrid. Immerhin: Der grüne Landesvater kommt mit seiner S-Klasse gut voran: "Man kann mit ihm auch überholen."

Kritik von der FDP

Winfried Kretschmann fühlt sich in dieser Limousine "wie eine Sardine in der Büchse".

FDP-Landtagsfraktionschef in Baden-Württemberg Hans-Ulrich Rülke kritisiert Kretschmanns Äußerung: "Der Ministerpräsident betätigt sich nicht gerade als oberster Wirtschaftsförderer unseres Landes, wenn er die S-Klasse von Daimler als 'Sardinenbüchse' bezeichnet." Was den grünen Ministerpräsidenten aber noch mehr umtreibt, sei die Tatsache, dass er im Wagen keine ordentlichen Dienstgespräche per Telefon führen könne. Grund: Es gebe so viele Funklöcher im Land.

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