Chevrolet HHR 2.4 LT, Chrysler PT Cruiser 2.2 CRD

Krise bei GM und Chrysler

— 28.10.2008

Letzte Hoffnung Staat

Die beiden US-Autobauer GM und Chrysler setzen beim Kampf ums Überleben auf Hilfe vom Staat. Ohne eine Finanzspritze der Regierung droht beiden die Insolvenz. Auch eine Fusion wird nicht ausgeschlossen.

General Motors (GM) und Chrysler, die seit Wochen über eine Fusion verhandeln, warten laut "Wall Street Journal" auf staatliche Hilfen. Für die Opel-Mutter GM, Nummer eins unter den US-Autobauern,  und die ehemalige Daimler-Tochter Chrysler gebe es nur drei Optionen: Insolvenz, staatliche Unterstützung oder eine Fusion mit massivem Einsparpotential, schreibt das Blatt in seiner Montagsausgabe (27. Oktober 2008). Selbst bei einem Zusammengehen könnten beide Unternehmen möglicherweise Regierungshilfen benötigen: Laut internen Schätzungen bräuchte der fusionierte Konzern etwa zehn Milliarden Dollar allein für Werksschließungen, Entlassungen und die Zusammenführung einzelner Einheiten.

GM verbrennt jeden Monat eine Milliarde Dollar

GM und Chrysler haben in Nordamerika zusammen rund 166.000 Mitarbeiter und mehr als 110 Werke. Nach internen Berechnungen könnten bei einer Fusion mehr als 40.000 Jobs gestrichen werden, schrieb die Zeitung. Die aktuelle Überlegung sei, dass GM die Führung des Autogeschäfts übernimmt und populäre Chrysler-Marken weiterführt. Beide Autohersteller leiden unter hohen Verlusten. Obwohl sie wiederholt betont haben, eine Insolvenz nicht in Erwägung zu ziehen, tauchen Gerüchte darüber immer wieder aufs Neue auf. Beide verbrennen jeden Monat beträchtliche Summen – GM schätzungsweise eine Milliarde Dollar, Chrysler 300 bis 400 Millionen. Analysten rechnen deshalb vor, dass den Konzernen bei diesem Tempo auch ohne eine weitere Verschlechterung der Autokonjunktur spätestens Ende 2009 das Geld ausgehen könnte. Der US-Automarkt ist seit Jahresbeginn um 13 Prozent geschrumpft. 2008 werden Schätzungen zufolge nur 13,6 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, 2009 noch eine halbe Million weniger. Der Chrysler-Absatz fiel 2008 um 25 Prozent, bei GM beträgt das Minus rund 18 Prozent.

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