PSA-Chef Christian Streiff

Krise bei PSA Peugeot Citroën

— 30.03.2009

PSA feuert Chef

Die Konjunktur-Krise fordert weiter prominente Opfer in den Vorstandsetagen. Jetzt muss PSA-Chef Christian Streiff mit sofortiger Wirkung gehen. Nachfolger wird Philippe Varin.

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandschef Christian Streiff. Neuer PSA-Vorstand soll zum 1. Juni 2009 der Franzose Philippe Varin werden. Grund für die Trennung von Streiff seien die außergewöhnlichen Schwierigkeiten, in denen die Automobilindustrie stecke, ließ Aufsichtsratschef Thierry Peugeot mitteilen. Die Situation dränge eine Veränderung an der Konzernspitze auf. Streiffs Nachfolger Varin (56) arbeitete zuletzt für das britisch-niederländische Stahlunternehmen Corus, das zum indischen Konzern Tata Steel gehört.

Streit mit Präsident Sarkozy

Bis Varin antritt, soll PSA-Vorstandsmitglied Roland Vardanega den Autokonzern leiten. Über eine vorzeitige Absetzung von Streiff war schon seit längerem spekuliert worden. Europas zweitgrößter Autobauer hinter Volkswagen rutschte 2008 tiefer in die Verlustzone als erwartet. Unter dem Strich blieb ein Minus von 343 Millionen Euro. Nach weiteren hohen Verlusten im laufenden Jahr erwartet PSA erst 2010 eine Rückkehr zur Rentabilität. Zudem hatte sich Streiff mit dem französischen Präsidenten angelegt. Der 54 Jahre alte Manager hatte sich wochenlang dagegen gestemmt, dass Nicolas Sarkozy in seine Investitionsentscheidungen hineinregiert und für Staatshilfen einen Verzicht auf Entlassungen forderte. Erst nach etlicher Zeit knickte der renommierte Manager ein. Streiff war erst 2007 als großer Hoffnungsbringer bei PSA angetreten. Vor seinem Job in der Autobranche arbeitet er kurze Zeit als Chef des Flugzeugbauers Airbus, davor lange in der Glasindustrie.

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