Krise im Autohandel

Krise im Autohandel

— 17.03.2008

ZDK-Chef kritisiert Rabattpolitik

Trotz scheinbar gutem Start ins neue Jahr herrscht im deutschen Autohandel weiter Flaute. ZDK-Chef Rademacher benannte bei der Präsentation der Jahresbilanz die Gründe.

Der deutsche Autohandel befindet sich weiterhin in einer Krise. Nicht nur das Minus von 9,2 Prozent im vergangenen Jahr bei den Pkw-Neuzulassungen drückt aufs Geschäft, sondern vor allem die exzessive Rabattpolitik der Hersteller. Nachlässe beim VW Tiguan von zehn bis fünfzehn Prozent trotz langer Wartezeiten seien nicht nachvollziehbar, erklärte Robert Rademacher, Präsident im Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), bei der Vorstellung der Jahresbilanz in München. Rademacher kritisierte auch den hohen Anteil von Eigenzulassungen bei den Premiummarken: 60.000 hochwertige junge Autos aus 2007 würden das Neuwagengeschäft behindern.

Insgesamt habe die Branche mit 129,7 Milliarden Euro Umsatz einen Verlust von lediglich 1,1 Prozent verbuchen müssen. Die hohen Verluste im Neuwagenbereich (minus 6,5 Prozent) und das zweistellige Umsatzminus der freien Gebrauchtwagenhändler (minus 10,2 Prozent) seien durch das unerwartet starke Wachstum im Gebrauchtwagengeschäft des Markenhandels (plus 6,8 Prozent) und einem expansiven Lkw-Geschäft (plus 7,6 Prozent) fast vollständig ausgeglichen worden, so der ZDK.

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