VW-Werk Dresden

Kurzarbeit bei VW

— 23.02.2009

Fünf Tage Stillstand

Ein trauriges Jubiläum: Nach 25 Jahren stehen bei VW erstmals wieder die Bänder still. Europas größter Autobauer setzt auf Kurzarbeit, um Überkapazitäten zu vermeiden.

Da hilft auch keine Abwrackprämie: In den deutschen VW-Werken ist die Produktion für fünf Tage eingestellt. Bei Europas größtem Autobauer gibt es erstmals seit 25 Jahren wieder in mehreren Werken Kurzarbeit. Insgesamt sind rund 61.000 der etwa 92.000 Beschäftigten betroffen. Die Sparte Forschung und Entwicklung sowie Teile der Komponentenfertigung bleiben von der Regelung ebenso unberührt wie Ausbildung und Qualifizierung. Am 1. März 2009 wird die Arbeit mit der Nachtschicht wieder aufgenommen. VW will wegen eines erwarteten Absatzeinbruchs 2009 Überkapazitäten vermeiden.

Auch andere Hersteller stoppen Produktion

Auch andere Autobauer wie BMW und Daimler sowie viele Zulieferer greifen zu Kurzarbeit, um der dramatischen Absatzkrise auf wichtigen Automärkten zu begegnen. Das Werk der VW-Tochter Audi im ungarischen Györ führt an diesem Montag ebenfalls Kurzarbeit in der Fahrzeug- und Motorenfertigung ein. Dort standen die Bänder wegen der schlechten Absatzlage bereits von Mitte Dezember 2008 bis Mitte Januar 2009 still. Volkswagen rechnet für das laufende Jahr laut früheren Aussagen mit einem konzernweiten Absatzeinbruch um zehn Prozent. Die Kurzarbeit bei VW betrifft nach Unternehmensangaben vor allem die Fahrzeugbau-Werke, also das Stammwerk Wolfsburg sowie die Fabriken in Emden, Hannover, Zwickau und Dresden. Keine Angaben gibt es darüber, wie stark die Autoproduktion sinken soll. Gefragt sind derzeit wegen der Abwrackprämie vor allem Kleinwagen wie etwa Fox und Polo, die jedoch nicht in Deutschland gebaut werden.

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