Martin Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Kurzinterview

— 16.07.2008

"Extra-Ökostrom für Elektroautos"

Martin Pehnt (38) vom Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg über Energiebedarf und Atomstrom, zusätzliche Kraftanlagen sowie die Betriebsbilanz von Elektroautos.

AUTO BILD: Fachleute sagen voraus, dass 2025 in Europa nur noch Elektroautos oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge verkauft werden. Könnte dieser Energiebedarf überhaupt gedeckt werden? Martin Pehnt: Zunächst: Ich gehe nicht von solchen Größenordnungen aus. Bei einer Million batterieelektrischen Pkw fallen 0,3 bis 0,4 Prozent des heutigen Strombedarfs an. Das wäre kein Problem. Wäre dazu Atomstrom nötig? Bleibt es beim geplanten Atom-Ausstieg, würden Elektroautos diese Entscheidung nicht infrage stellen können. Dazu ist der Energieverbrauch der Fahrzeuge zu klein. Nur mit Öko-Strom ist Elektroauto fahren wirklich grün? 2025 wird mehr als ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Für eine CO2-Reduzierung durch Elektroautos müssten aber zusätzliche Energieanlagen aufgebaut werden.

Rechnen sich Elektroautos trotz der steigenden Strompreise auch in Zukunft? Die Betriebsbilanz wird immer günstig sein. Mehrkosten durch Batterie und Elektroantrieb sind schwer abzuschätzen. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Elektroautos ist trotzdem vorstellbar.

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