Kurzinterview mit Günther Irmscher

Kurzinterview mit Günther Irmscher

— 27.11.2006

Tuning kontra Fußgänger

Sind getunte Autos genauso chrashsicher wie Serienmodelle? AUTO BILD fragte Günther Irmscher zum Thema Fußgängerschutz.

Seit 1968 behauptet sich Opel-Veredler Irmscher-Tuning mit Tuning-Zubehör für Serienautos erfolgreich am Markt. Neue Entwicklungen im Fahrzeugbau müssen dabei berücksichtigt werden. So stellt man sich bei Irmscher nun auf ein eventuelles Gesetz zum Fußgängerschutz ein. Was kommt da auf die Tuner zu? AUTO BILD fragte nach bei Günther Irmscher.

AUTO BILD: Sie crashen ein künstliches Bein mit Tempo 40 gegen die Front eines getunten Opel Corsa. Was soll das? Irmscher: Eine bestehende EU-Richtlinie zum Fußgängerschutz könnte schon 2007 als Gesetz verabschiedet werden. Das würde dann auch alle Veredler in die Pflicht nehmen. Daher haben wir einen neuen Opel Corsa mit Frontspoilerlippe und Sportgrill ausgestattet und mit einem künstlichen Bein gecrasht. Der TÜV Rheinland hat unseren Test offiziell als bestanden gewertet.

Der neue Corsa ist doch schon ab Werk mit einer größeren Knautschzone in der Front ausgestattet ... Dennoch wollen wir sicherstellen, dass ein Fußgänger beim Unfall mit einem Tuningfahrzeug nicht schwerere Verletzungen davonträgt als bei einer Kollision mit einem Serien-Auto.

AUTO BILD: Muss die Tuningbranche jetzt Teile neu entwickeln, um den gestiegenen Anforderungen zu genügen? Nur bei Autos, deren Konstruktion ab Werk den Fußgängerschutz besonders berücksichtigt, sind derlei entwickelte Teile sinnvoll. Und von der Optik her gibt es keine Vorschriften.

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