LA Auto Show 2009 — 07.12.2009
Schwarzenegger auf der LA Auto Show
Die Krise ist zwar noch allgegenwärtig, doch die Stimmung hellt sich auch bei den amerikanischen Autobauern auf. Die Akzente auf der LA Auto Show 2009 setzen aber die Deutschen. Und der Gouvernator kam gucken.
Der Trend in Los Angeles 2009 geht in Richtung Kompaktwagen
Doch auch wenn sich die Industrie wieder in Feierlaune zeigt, selbst bei Chrysler wieder Geld für eine kleine Inszenierung vorhanden zu sein scheint, die vergangenen zwölf Monate haben deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Denn im Rampenlicht stehen weder die großen Geländewagen, die Kritiker so gerne als Anachronismus brandmarken und für das Scheitern der Amerikaner verantwortlich machen, noch die lustvollen Musclecars, mit denen Ford, General Motors und Chrysler selbst in schlimmen Zeiten noch ein wenig Spaß versprechen konnten. Diesmal drehen sich auf den Bühnen vor allem Klein- und Kompaktwagen, die uns Europäern seltsam vertraut vorkommen.
Ford Fiesta ist der neue Star
Star der Messe ist deshalb zumindest aus amerikanischer Perspektive der neue Fiesta, der jetzt aus Köln seinen Weg über den Atlantik findet und dabei sogar noch einen Bruder mit vier Türen und Stummelheck bekommt. Und wem das nur dezent amerikanisierte Design des künftig auch im Dollar-Raum produzierten Hoffnungsträgers nicht gefällt, kann das beinahe identische Auto auch mit japanischem Pass kaufen. Denn mit Blick auf den vermeintlichen Sinneswandel der Amerikaner geht nun auch der Fiesta-Vetter Mazda2 auf Weltreise. Die beiden anderen US-Konzerne sind mit ihren Kleinwagen-Plänen noch nicht ganz so weit. Der Nachfolger des Chevrolet Aveo steht erst im Januar 2010 in Detroit, den noch handlicheren Spark zeigt die wichtigste GM-Marke frühestens an Ostern in New York, und auch der bei Chrysler fest eingeplante Cinquecento der neuen Konzernmutter Fiat braucht noch mindestens ein Jahr, bis er über den Atlantik reist.
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Noch länger – und wahrscheinlich sogar vergebens – wird man auf die für Europäer wichtigste Neuheit der Messe warten müssen: den VW up Lite. Der 3,84 Meter lange Stromlinien-Dreitürer aus Wolfsburg ist die mittlerweile fünfte Variation des kommenden Kleinwagens und wird diesmal von einem Diesel-Hybrid angetrieben: zwei Zylinder, 0,8 Liter Hubraum und 68 PS reichen (im Teamwork mit dem E-Motor) für 160 km/h und sorgen dank konsequenten Leichtbaus für 2,44 Liter Verbrauch – sparsamer ist kein anderer Viersitzer der Welt, schwärmen die Niedersachsen. Dennoch führt VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg den kleinen Knauser nur als Denkmodell, mit dem die Entwickler alle Möglichkeiten auf der künftigen Kleinwagen-Plattform ausloten wollen. Und das ist vielleicht kein dummer Schachzug. Denn so richtig reif für den Aufstand der Zwerge scheinen die Amerikaner doch noch nicht zu sein. Die Hersteller mögen die Zeichen der Zeit vielleicht verstanden haben – aber die Kunden kaufen nach wie vor lieber Geländewagen und Pick-ups. Seit der Benzinpreis seine schmerzhaften Höhenflüge – zumindest vorerst – beendet hat, stehen deshalb die alten Dickschiffe wieder ganz oben in der Zulassungsstatistik. Und einstmals gefeierte Kleinwagenstars wie der Mini oder der Smart stürzen fast ins Bodenlose: Der Baby-Benz hat von Oktober auf November zwei Drittel eingebüßt, der Nachwuchs-BMW hat 44 Prozent verloren.
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Kein Wunder also, dass neben den Kleinwagen doch auch noch ein paar normale Premieren gefeiert werden. Die wichtigste davon steht bei Chevrolet und kommt den deutschen Gästen gleich doppelt bekannt vor. Schließlich wird der kompakte Hoffnungsträger Cruze bei uns schon seit ein paar Monaten verkauft, und obendrein steckt unter dem Blech die Bodengruppe des neuen Opel Astra. Alle anderen Großserienneuheiten haben vor allem lokale Bedeutung: Den Lexus GX 460 zum Beispiel kaufen in Amerika viel mehr Leute als bei uns den baugleichen Toyota Land Cruiser, den neuen V6-Motor für den Mustang gibt es allenfalls beim deutschen Grau-Importeur und Neuheiten wie der Minivan Toyota Sienna, der Fünfer-GT-Klon Honda Accord Crosstour und das Coupé des Cadillac CTS werden es nie über den Atlantik schaffen. Einzig der neue Hyundai Sonata kommt sicher auch zu uns, wird dann aber wohl i50 heißen.
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Die deutschen Hersteller sind allerdings nicht nur bei den Kleinwagen tonangebend. Auch die neuen Traumwagen für die Stars der Traumfabrik sind "Made in Germany". Weil Lamborghini und Ferrari fehlen, schauen die Reichen und Schönen vor allem nach dem neuen James Dean Porsche Boxster Spyder, der in Los Angeles seine Weltpremiere feiert. Wenn es etwas teurer oder visionärer sein darf: Audi zeigt den offenen R8 sowie den Elektrosportler E-Tron, Mercedes lockt im eigentlichen Heimatmarkt von AMG mit dem neuen SLS. Währen Normalsterbliche darauf noch bis Anfang 2010 warten müssen und die erste Charge ohnehin schon ausverkauft ist, war Autonarr und Talkmaster Jay Leno damit schon unterwegs und hat sein Urteil gefällt: Für ihn ist der Flügeltürer der neue Star auf dem Sunset Boulevard.
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Kommentare zum Artikel (5)
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Der Honda sieht aus wie die kleinen Plastikautos aus den Ü-Eiern von früher...
Wo Designer zu viel zu sagen haben, kommt so ein Müll raus wie das Möchtegern-Stadtauto von HONDA.
Länger als der iQ, und dass diese Form einen verdammt schlechten cw-Wert hat, sieht jeder Stammtischler mit bloßem Auge. Die Karre wird pro vernünftigen Sitz weit mehr verbrauchen als der 2-Liter-VW, für den ich mein Auto sofort in Zahlung geben würde.
Was wollen die? Wenn ich auch morgen noch fahren will, geht der Weg ganz klar über diesen neuen VW mit 2 Litern. Schön leicht, 4 Sitze, Kofferraum, klasse, das süße Teil ist echt mal was anderes! Hoffentlich kommt der bald bezahlbar;-))
Ich will den 2-Liter - hoffentlich setzen wir wir mal Zeichen und schaffen die eins vorm Verbrauch mit 1,9 Litern.
Ich habe nämlich 34 km zur Arbeit, fast 70 täglich, zuzüglich sonstiges, macht schnell mal über 20000 im Jahr.
So kann ich meine Familie (haben 2 kleine Kinder) uns absichern gegen ev. steigende Energie- und Spritpreise.
warum steht bei außerdem eigentlich schon wieder news und tests zu vw?? da hätte ja auch ford, opel oder renault stehen können oder??