LA Auto Show 2012: Design Challenge

— 30.11.2012

Das Polizeiauto der Zukunft

Ein Subaru-Entwurf hat die Design Challenge 2012 gewonnen. Geht es nach Subaru, braucht das Polizeiauto im Jahr 2025 nicht mal mehr einen Fahrer.

"Wie geht die Polizei im Jahr 2025 auf Verbrecherjagd?" So lautete die Kernfrage der LA Design Challenge 2012. Ein wunderbares Thema für die Designer von fünf Autobauern, um sich mal so richtig auszutoben. Punktlich zum Start der LA Auto Show wurde der Gewinner bekannt gegeben: Das "Highway Automated Response Concept" (SHARC) von Subaru hat diesmal das Rennen gemacht. Der futuristische Subaru-Entwurf skizziert ein Szenario zur 24-Stunden-Überwachung von Autobahnen mit Schutzvorkehrungen und schnellem Notfalleinsatz.

Die Tops und Flops auf der LA Auto Show 2012

Subarus SHARC kann auch Feuerwehr, hat aber keinen Platz für eine Drehleiter.

Das Subaru-Konzept spielt im Hawaii der Zukunft: Bei der großen Eröffnung der "Paradies-Autobahn" zwischen den fünf Inseln fährt (und fliegt) das SHARC emissionsfrei mit erneuerbaren Energien und kann auf Wunsch auch ohne Fahrer (oder Piloten) eingesetzt werden – das spart Kosten. Die schmalen Räder, die auch als Rotoren dienen, können während der Fahrt den Winkel zur Straße verändern, damit SHARC besonders flott oder in unwegigem Gelände klarkommt. Natürlich hat der Subaru-Entwurf einen Allradantrieb, für den Polizeieinsatz sind außerdem jede Menge Sensoren zur Überwachung des Umfeldes an Bord.

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BMW, General Motors (GM), Honda (mit zwei Teams), Mercedes und Subaru haben die Herausforderung angenommen und schicken ihre Entwürfe ins Rennen. Der Sieger wird am 29. November während der Pressetage in Los Angeles gekührt. Die Vorgaben der Jury: Neben einem möglichst originellen Design sollen die Polizeiwagen auf neueste technologische Trends eingehen, schnell und agil fahren, rasch auf Einsatzvorgaben reagieren und dabei auch noch sparsam und recyclebar Langfinger fangen.

LA Design Challenge 2012: Polizeiautos der Zukunft

Falls das "Human-Drone Pursuit Vehicle" im ewigen Stau steckt, können drei Drohnen ausschwärmen, um Verbrecher an der Flucht zu hindern.

Die Entwürfe sind wie üblich vogelwild und voll witziger Ideen: Das Team von BMW Designworks USA hat sich die Region um LA als Einsatzort ausgesucht. Weil die Autos dort nicht nur immer mehr werden, sondern auch immer schneller, muss die Polizei besonders flexibel reagieren können. Falls das "Human-Drone Pursuit Vehicle" im ewigen Stau steckt, können drei Drohnen ausschwärmen, um Verbrecher an der Flucht zu hindern. Eine Drohne ist flugfähig und beobachtet das Geschehen aus der Luft, zwei weitere Vehikel mit nur einem Rad nehmen die Verfolgung zu Boden auf. Dabei kommunizieren sie untereinander und mit dem Officer im Basisfahrzeug. Das ist extrem windschlüpfrig und den typischen Farben der M-GmbH lackiert. Innen wird Carbon mit Alu kombiniert und in eine Polymerschickt gepackt, alle Funktionen wurden via Touchscreens abgerufen.

GM: "Überwachen, Verfolgen und Ergreifen"

Teil einer Dreiertruppe: das GM Volt Squad Observe sondiert Verbrecher von oben.

GM wirft die "Volt Squad" (Volt-Eingreiftruppe) ins Rennen. dabei handelt es sich gleich um drei Fahrzeuge mit unterschiedlichen Aufgaben. Dem Motto "überwachen, verfolgen und festnehmen" folgend hat jeder Teil des Entwurfs eine klare Aufgabe, damit er für den Einsatz der CHP (California Highway Patrol) besonders flexibel ist. Der Antrieb des Basisfahrzeuges (Engage für den Einsatz im nahbereich) ist dem Chevrolet Volt entliehen. Dazu kommt ein Fluggerät (Observe, das "Auge im Himmel") für geringe Höhen und eine sportlich angehauchte Flunder (Pursue) für Verfolgungsjagden mit Höchstgeschwindigkeit.

Honda: Drohnen und Raupen

Die "CHP Drone-Squad" von Honda Advanced Design setzt auf martialisches Wabendesign.

Honda kommt mit einem Doppel-Designpack nach LA: Das Team von Honda Advanced Design hat die "CHP Drone-Squad" entworfen. Die Zeichner setzen auf zwei Fahrzeuge: Die "Auto-Drohne" dient als bemanntes oder unbemanntes Kontrollfahrzeug, das bis zu zehn Polizisten aufnimmt. Das Design erinnert an Bienenwaben und kann je nach Einsatzzweck für eine ultraleichte Struktur oder eine Panzerung verändert werden. Es kann aber auch bis zu zwei "Motorrad-Drohnen" aufnehmen und aussenden, die unbemannt bei Unfällen Verletzte bergen und zum Krankenhaus bringen können.

Kuriose Polizeiautos aus aller Welt

Einen ganz anderen Ansatz liefert das Team von Honda R&D Japan: Ihre "Chips" 2025-Raupe soll dabei helfen, die veränderten Verkehrsverhältnisse zu kontrollieren. Denn die Designer gehen davon aus, dass 2025 nur noch umweltfreundliche Autos über kalifornische Highways rollen – außerdem stehen sie an der Schwelle zum autonomen Fahren. Zwei Cops mit Namen Jessica und Fabio sollen mit der Chips-Raupe – die aussieht wie ein Motorrad im Schuhkartonform – dafür sorgen, dass der Verkehr reibungslos läuft.

Mercedes: Reminiszenz ans G-Modell

Der "Mercedes Ener-G-Force" soll die legendäre G-Klasse zitieren, fährt aber mit reinem Wasser.

Mercedes-Benz Research & Development North America buhlt mit dem "Mercedes-Benz Ener-G-Force" um die Gunst der Jury. Der Grundgedanke: 2025 müssen sich die Gesetzeshüter auf immer vollere Straßen einstellen. Der Verkehr wird elektronisch überwacht und gelenkt. Mittendrin rollt der G-Force, der beim Design das legendäre G-Modell zitieren soll, aber ausgesprochen sauber fährt. Auf dem Dach sitzt ein Wassertank, der die bordeigenen Brennstoffzellen mit Treibstoff versorgt – ein "Hydro-Tech Converter" soll den benötigten Wasserstoff nach Bedarf erzeugen. 800 Kilometer Reichweite sollen mit einer Tankfüllung möglich sein. Dabei scannt der Benz permanent die Umgebung und passt die Abstimmung des Fahrwerks über vier Hubmotoren an den Untergrund an – egal ob auf der Straße oder im Gelände.

Subaru: Natürlich mit Allrad

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