LA Auto Show 2012: Messerundgang

— 29.11.2012

Die Messe der Extreme

Bunt, schrill, extravagant: In Los Angeles liefern sich die Hersteller traditionell einen Wettkampf um die schillerndste Weltpremiere des Jahres. Die Highlights im Überblick.



Bye Bye, Mainstream! Dicke SUVs und knackige Sportwagen oder sparsame E-Mobile und praktische Stadtflitzer: Auf der LA Auto Show versammeln sich Muskelprotze und Öko-Typen. Für Normalos und Langweiler ist kein Platz. So wie im wahren Leben im glitzernden Kalifornien. Extremes Auffallen ist angesagt. Entweder man glänzt durch vornehme Zurückhaltung, oder man haut richtig auf die Pauke. So wie zweifelsohne der neue Cayman. Der ist der Boss am Stand von Porsche – das sieht man sofort. Herausgeputzt in knalligen Farben strotzt der Sportwagen aus Zuffenhausen vor Selbstbewusstsein. Kann er auch, denn dank einer sportlichen Diät hat er im Vergleich zum Vorgänger abgespeckt und an Gewicht verloren. Mit einem 2,7 Liter großen Sechszylinder-Boxer und 275 PS (Cayman, ab 51.385 Euro) sowie einer 3,4-Liter-Variante mit 325 PS (Cayman S, ab 64.118 Euro), neuem Fahrwerk und der neuen elektromechanischen Lenkung geht es in die zweite Generation.

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Video: LA Auto Show 2012

Die deutschen Highlights

Der nächste Star von LA ist so elitär, dass er sich erst gar nicht auf der Messe zeigt. Seine Fans folgen ihm, nicht er den Fans. Der brandneue Lamborghini Aventador LP 700-4 Roadster kocht sein eigenes Süppchen auf einer separaten Party in Los Angeles. Kann er sich auch leisten. Denn dieses Fahrzeug ist die Endstufe offener Sportwagenlust. Kohlefaser-Monocoque, 6,5-Liter V12-Sauger mit 700 PS, drei Sekunden von 0 auf 100, 350 km/h Spitze. Am VW-Stand dreht sich alles um den neuen Sonnenanbeter der Beetle-Baureihe, das Beetle Cabriolet. Ab 21.350 Euro (1.2 TSI) kann man ab Frühjahr 2013 mit dem offenen Käfer der Sonne entgegenbrausen. Cleveres Feature: Durch eine neue Dachladeluke passt der riesige Sonnenschirm oder der Heizstrahler auch bei geschlossenem Dach problemlos ins Auto. Ansonsten hat das Cabriolet die Formgebung und nostalgischen Elemente der Limousine übernommen.

Überblick: Hybride und Elektroautos bei AUTO BILD GREENCARS

Auto 2.0? Das BMW i3 Concept Coupé weist in Technik und Formgebung eindeutig Richtung Zukunft.

Das i3 Concept Coupé ist der dreitürige Bruder des i3 und der Hingucker am Stand von BMW. Wenn man vom Auto 2.0 spricht, ist die schicke Studie ein ganz heißer Kandidat. Die Form schmilzt nur so dahin, die edlen, weichen, geschwungenen Materialen (viel Holz, Leder und Wolle) im Innenraum erinnern an die Cockpits diverser Raumfähren in modernen Science-Fiction-Streifen. Angetrieben wird die Coupé-Studie vom Elektromotor des i3 (mit Lithium-Ionen-Batterien im Unterboden). Die Höchstleistung liegt somit bei 170 PS, das maximale Drehmoment bei 250 Newtonmeter. Mit 2,96 Metern Länge, 1,76 Metern Breite und 1,55 Metern Höhe ist das i3 Concept Coupé breiter und flacher und damit deutlich sportlicher als sein viertüriger Bruder. Die drei Fahrmodi "Comfort", "Eco Pro" und "Eco Pro+" zeigen deutlich, wohin die Reise gehen soll. "Sport" oder gar "Sport+" sucht man hier vergeblich. 160 Kilometer Reichweite sollen möglich sein.

Mit einem kleinen, feinen Doppelpack ist Fiat ins Convention Center gefahren. Sparfüchse soll die Elektrovariante des Fiats 500 mit knapp 130 Kilometern Reichweite anlocken, während sich das kleine Kraftpaket 500 Abarth Cabrio (209 km/h, 160 PS, 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h) als perfekter Begleiter für den schnellen Ritt an den Strand empfiehlt. Fiat gibt Gas in den USA. Die Italiener konnten im Oktober 2012 3720 Autos verkaufen, im Vorjahreszeitraum waren es noch 1965 Fahrzeuge. Dazu muss man wissen: Fiat in den USA – das ist Fiat 500. Die kleine Retrokugel ist das einzige Modell, dass die Italiener in den Staaten anbieten. Fiat hat viel vor mit seinem kleinen Frauenschwarm in Nordamerika.

Überblick: Allradler und Geländegänger bei AUTO BILD ALLRAD

Erfolgsmodell, nächste Generation: Toyota zeigt den neuen RAV4, einstmals Begründer der SUV-Welle.

Weniger Frauenschwarm, sondern eher zuverlässige Mischung aus Bergziege und praktischem Einkaufsbegleiter ist der Toyota RAV4, der demnächst in seine vierte Generation fährt. Alles wirkt größer, geräumiger und eleganter als beim Vorgänger, die Frontpartie grinst den Betrachter mit dem vom Auris bekannten neuen Markengesicht an. Niedriger, länger und breiter als die dritte Generation, wirkt der neue RAV4 jetzt deutlich sportlicher. Ein 2.0 Benziner mit 151 PS, ein 2.0 Diesel mit 124 PS und ein 2.2 Diesel mit 150 PS stehen zum Verkaufsstart zur Auswahl.

Einen kecken Blick in die Zukunft der G-Klasse gibt Mercedes mit dem Vision Ener-G-Force frei, der an der LA Design Challenge 2012 teilnimmt. Doch anders als üblich, ist das Monster-SUV für das Jahr 2025 nicht nur reine Computer-Illustration, sondern wurde tatsächlich als 1:1-Modell auf die Räder gestellt. Was wir sehen, ist ein riesiges Geländemonster mit Brennstoffzelle. Der nötige Wasserstoff wird mittels eines "Hydro-Tech Converters" umgewandelt, vier Radnabenmotoren übernehmen den Antrieb.

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