Lada 4x4 Urban im Praxitest

Lada 4x4 Urban im Praxis-Test

— 24.06.2016

Guck mal, was Lada kann

Ein alter Russe, der auf edel macht? Heißt 4x4 Urban! AUTO BILD hat das Billig-SUV unter die Lupe genommen und einen Praxis-Test gemacht.

Standard im 4x4 Urban: Allradantrieb mit Sperre und Untersetzung. Und das für weniger als 12.000 Euro.

Manche SUVs sind zu fein, manche zu empfindlich, andere zu kultiviert, alle sind zu teuer. Halt! Wir kennen einen, der ziert sich nie. Und zu viel Geld kostet er schon gar nicht. Den Lada 4x4 Urban gibt es für 11.990 Euro. Serienmäßig mit Allradantrieb, elektrisch betätigten Fensterhebern, Servolenkung (!) – und sogar eine Sitzheizung bauen die Russen ab Werk ein, wenn auch eher einfach. Klack, ein derber Wippschalter lässt dann den Strom von der Batterie zur Heizschlinge im Flächenpolster fließen und Sekunden später den Popo schwitzen. Effektiv ist das Ding, so viel können wir schon verraten.
Alles News und Tests zum Lada Niva

Der Lada ist seit 40 Jahren auf der Straße – und so fährt er leider auch.

Was gibt's sonst für das Geld? Einen Design-Klassiker: Knackig-stämmig steht er da, kurze Überhänge weisen ihn als robusten Burschen aus, hinter seinen steilen Flanken finden fünf Leute Platz, und – nicht zu verachten – er ist ein echter Exot. In Innenstädten taucht er garantiert seltener auf als ein Audi Q3 in der Kiesgrube. Wobei: Wir wollen hier nicht verschweigen, dass eine wichtige Disziplin nicht gerade sein Lieblingsmetier ist. Das Fahren klappt nicht hundertprozentig.

ESP – gibt es einfach nicht

Notfalls taugt der Urban auch als rollende Sandkiste. Die Rundumsicht ist auch für den Nachwuchs top.

Laut und derbe krakeelt sein 1.7er-Benziner, der Federung fehlt Schliff, nur in etwa folgt die schwammige Lenkung Richtungsempfehlungen des Fahrers; und ganz ohne ESP (und aufgrund mäßiger Bremsleistung) lassen wir die Fuhre auch nicht vollends als fahrsicher durchgehen. Schwamm drüber – wir suchen ja die SUV-Qualitäten des Billigheimers. Fein ausgehen? Kann er. Kind und Kegel schleppen? Logo. Klettern und malochen sowieso. Wie er das alles anstellt? Das klärt sich in der Bildergalerie:

Lada 4x4 Urban im Praxitest

Jan Horn

Jan Horn

Fazit

Aus Tester-Sicht bleibt der Lada Niva – sorry, 4x4 Urban – ein Reinfall. Zu schlecht ist die Sicherheitsausstattung, Verbrauchs- und Fahrwerte sind ein Witz. Aber: Der Kumpel-Klassiker macht Spaß über seinen sorglosen Umgang und die gewisse Leichtigkeit beim Fahren in der Stadt. Mit einem kleinen Augenzwinkern meistert der Urban auch die modernen Anforderungen zwischen Sylt und Schulweg. Nicht zu vergessen: Der 4x4 kostet weniger als manch fünfjähriger Tiguan.

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