Lada Projekt 2170

Lada Projekt 2170 Lada Projekt 2170

Lada Projekt 2170

— 16.10.2003

Russlands neuer Golf

Lada greift nach den Sternen: Mit dem Projekt 2170 soll endlich Anschluss gefunden werden ans westeuropäische Auto-Niveau.

In Sachen Europa legen die Russen seit geraumer Zeit ein ganz schönes Tempo hin. Jetzt zeichnet sich auch im Automobilbau eine Annäherung ab: Lada präsentiert nach dem halbwegs aktuellen 112 und dem Kompakten Calina jetzt das Projekt 2170, den Nachfolger der Baureihe 110/111.

Mit dem technisch an die Anfänge der industriellen Revolution erinnernden Ost-Golf hat das neue Modell nichts mehr gemein, preist der russische Hersteller. "Es handelt sich um eine komplette Neuentwicklung", meldet auch Za Ruljom, Russlands größte Autozeitung. Und widmet dem künftigen Aushängeschild russischen Fahrzeugbaus gleich die komplette Titelseite des aktuellen Hefts.

Optisch erinnert die Limousine immer noch ein bisschen an den Vorgänger. Die Proportionen wirken jedoch harmonischer und glatter, die Front mutet an wie eine Kreuzung aus koreanischen Neuwagen und dem seligen Ford Scorpio. Technisch bietet er für russische Verhältnisse eine kleine Revolution: Servolenkung serienmäßig, Klarglasscheinwerfer, zwei Airbags, ABS und Klimaanlage – das gab es bei Lada noch nie!

Hinzu kommen Gimmicks wie Seitenspiegel mit integrierten Blinkern, die eine Zeitlang nur Premiumanbieter wie Mercedes-Benz im Programm hatten, und moderne 1,6-Liter-Motoren mit acht und 16 Ventilen. Die gesamte Karosserie wurde deutlich steifer ausgelegt, vor allem die berüchtigte zittrige Motorhaube. Besohlt wird der neue Russen-Star zum Beispiel mit 185er Reifen auf Alurädern.

Innen geht es fast französisch zu: weiche, zweifarbige Polster in Grautönen, die farblich abgestimmt sind auf das ebenfalls in Zweifarbenoptik gehaltene Armaturenbrett (oben dunkel, unten hell). Die Topausstattung glänzt sogar mit Alu-Blenden am Armaturenbrett à la Peugeot oder BMW. Weiß unterlegte Instrumente und ein separat überdachtes Infodisplay verleihen dem 2170 eine durchaus moderne und für Lada-Verhältnisse ungewöhnlich wertige Anmutung.

Ende 2004 soll die Produktion im Stammwerk Togliatti starten. Dort entsteht auch der neue Lada Niva, der in Kooperation mit GM auch als Chevrolet Niva vertrieben wird. Die Leistung des 2170 wird sich zwischen 85 und 115 PS bewegen. Die Preise sind noch offen, der Export beschlossene Sache.

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