Lärmkarte Straßenverkehr  Hannover

Lärmschutz in Großstädten

— 03.09.2009

Jetzt droht Tempo 40

Mit einem Vier-Punkte-Plan will Hannovers Stadtverwaltung den Verkehrslärm in Niedersachsens Landeshauptstadt reduzieren. Ein wichtiges Mittel ist eine nächtliche Tempobeschränkung auf Hauptstraßen.

Hannover plant, auf vielen Hauptverkehrsstraßen nachts Tempo 40 einzuführen. Das Vorhaben ist Teil eines Maßnahmenbündels zur Lärmminderung. Die Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union (EU) schreibt Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern vor, leiser zu werden. Feste Grenzwerte gibt es allerdings nicht. In vielen Metropolen sollen schallschluckende Fahrbahnbeläge zum Einsatz kommen. Zudem sind schmalere Straßen zugunsten von breiteren Geh- und Radwegen geplant. Dadurch sind Autos und Lkw weiter von Häuserfassaden entfernt. Verdoppelt sich hier der Abstand, sinkt der Straßenlärm zwar nur um acht bis zehn Phon. Der Mensch nimmt dies jedoch als Halbierung wahr. Auch eine Verbesserung des Verkehrsflusses ("Grüne Welle") soll bei der Lärmbekämpfung helfen, ebenso die Verbannung von Lkw aus Wohngebieten.

Sowohl der Handel als auch das Taxigewerbe äußerten sich kritisch zum Vorhaben Tempo 40. "Bei den Ampelschaltungen, die wir haben, macht das keinen Sinn", sagte der Vorsitzende des Taxifahrervereins Hannover, Peter Größer, der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Dirk Aigner von der City-Gemeinschaft erklärte, seine Branche stehe allen Versuchen kritisch gegenüber, Autofahrern die Erreichbarkeit der Innenstadt zu erschweren.

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