ADAC GT Masters: Lamborghini siegt

Detailbilder vom Lamborghini Huracan GT3

Lamborghini Huracán GT3 (2015)

Giftgrüner Daytona-Sieger

Klassensieg für den Lamborghini Huracán GT3 beim 24h Rennen von Daytona. AUTO BILD MOTORSPORT hat das gift-grüne-Geschoss getestet.
Lamborghini blüht auf! Die Lamborghini-Piloten Rolf Ineichen, Mirko Bortolotti, Franck Perera und Rik Breukers (GRT Grasser Team) haben mit dem Huracán GT3 die GTD-Klasse beim 24h-Rennen von Daytona gewonnen. Im spannenden Kampf gegen den Mercedes AMG GT3, Audi R8 LMS und Acura NSX konnte sich das Lambo-Quartett durchsetzen und den ersten 24h-Erfolg für die italienische Premiummarke einfahren. Ein weiteres Ausrufezeichen nach dem Meisterschaftserfolg in der Blancpain GT Serie 2017.

Der V10-Saugmotor leistet ca. 500 PS

Teil des Erfolgsrezepts ist Audi. Denn Motor und Getriebe im Huracán GT3 stammen aus dem erfolgreichen Audi R8 LMS GT3. In beiden Fabrikaten aus dem VW-Konzern arbeitet ein V10-Saugmotor mit 5,2 Litern Hubraum. Der Italiener schafft es dadurch auf 500 PS. Lamborghini Werksfahrer Christian Engelhardt – in Daytona nicht am Start – schwärmt von seinem Gefährt: „Es ist ein Traum für so eine Marke zu fahren. Ich habe mich in dem Renner vom ersten Moment an wie zu Hause gefühlt. Da sind viele schöne Emotionen dabei, wenn ich mit diesem Auto gewinne.“
Der Lamborghini Huracán GT3 im Tracktest
AUTO BILD MOTORSPORT durfte den Huracán GT3 bereits vor einem Jahr in Valencia zum Tracktest ausführen – und er hat beeindruckt. Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti steht schon als Fahrlehrer bereit. „Eigentlich kann man nicht viel falsch machen“, grinst er. Vorbei am Überrollkäfig zwängen wir uns in den Rennsitz. Im Vergleich zum Serienauto hockt der Fahrer deutlich tiefer. Bremse treten und die Kupplung am Lenkrad ziehen, dann erwacht der 5,2-Liter-V10 per Knopfdruck lautstark zum Leben. 

In der GTD-Klasse feierte Lamborghini in Daytona den Sieg

Der Huracán GT3 (seit 2015) ist der erste GT-Rennwagen, den die Italiener selbst konstruiert haben. Zumindest fast. Aerodynamik und Teile der Aufhängung wurden mit Dallara entwickelt, bei der Antriebseinheit griff man auf die Erfahrung von Konzernschwester Audi zurück. Gleiches gilt für Lenkrad, Mittelkonsole und Sicherheitssitz. Das Besondere: Der GT3-Bolide entsteht auf derselben Produktionslinie wie auch die Serienversion des Huracán.

Detailbilder vom Lamborghini Huracan GT3

Traktionskontrolle und ABS sind jeweils in zehn Stufen verstellbar und machen den Lamborghini leicht beherrschbar. Aus engen Ecken beschleunigt der GT3-Huracán wie auf Schienen, selbst im niedrigen Drehzahlbereich schiebt das Heck kräftig nach vorn.
Die technischen Details zum Eine-Million-Euro-Porsche 911 RSR: Hier nachlesen  
Der Zehnzylinder hinter dem Fahrer dröhnt, während auf der Beifahrerseite der Kompressor für die Pneumatik bei jedem Gangwechsel aufheult. Der Huracán lässt sich so einfach fahren, als hätte man in seinem Leben nichts anderes gemacht. Grund: Der GT3-Renner soll für Amateurpiloten und Profifahrer gleichermaßen geeignet sein.
Der Lamborghini Huracan GT3 ist ein Biest – sowohl optisch als auch technisch. Zudem hat das letzte Jahr bereits gezeigt, dass der giftgrüne Supersportler das Potenzial zum Siegen hat. Und sich damit vom vermeintlichen Außenseiter zum Spitzenreiter wandeln kann.
Technische Daten
Motor: 5,2-l-V10-Saugmotor
Leistung: 500 PS
Gewicht: 1.230 kg
Länge: 4.653 mm
Breite: 2.050 mm
Höhe: 1.250 mm
Radstand: 2.645 mm
Preis: 369.000 Euro plus Steuern

Autoren: Sönke Brederlow, Alexander Warneke

Fotos: Hersteller

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