Lamborghini Huracán Performante (2017): Sitzprobe

Lamborghini Huracán Performante (2017): Sitzprobe

Lamborghini Huracán Performante (2017): Sitzprobe

— 07.03.2017

Hardcore-Huracán im Test

Der Lamborghini Huracán Performante ist 40 Kilo leichter und 30 PS stärker als der reguläre Huracán. AUTO BILD hat in Genf die Sitzprobe gemacht.

Aus Superleggera wird Performante. Während der Vorgänger Gallardo noch Superleggera hieß, hat Lamborghini den Hardcore-Huracán Performante getauft. Die Formel bleibt gleich: weniger Gewicht, mehr Leistung und extreme Fahrleistungen. AUTO BILD hat bereits die Sitzprobe gemacht.
Premiere ist auf dem Autosalon in Genf (9. bis 19. März 2017)

Die Neuheiten vom Genfer Autosalon 2017

Auf maximale Performance ausgelegt

Den Namenswechsel begründet Lamborghini damit, dass der Performante zwar 40 Kilogramm einspart, aber nicht mehr in erster Linie auf Gewichtsersparnis ausgelegt ist. Stattdessen war maximale Performance das Ziel bei der Entwicklung. Dazu haben die Ingenieure dem Zehnzylinder-Sauger noch mal 30 PS mehr aus den Brennräumen entlockt. Die Leistung beträgt jetzt 640 PS und 600 Nm. Über 70 Prozent des maximalen Drehmoments liegen bereits bei 1000 U/min an, was in Kombination mit Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe für eine Sprintzeit von 2,9 Sekunden auf 100 km/h reicht. Und die Maßnahmen scheinen funktioniert zu haben: Laut Lamborghini hält der Huracán Performante mit einer Zeit von 6.52:01 den Rundenrekord für Serienfahrzeuge auf der Nordschleife. Die Italiener hätten damit den 887 PS starken und rund vier Mal teureren Porsche 918 Spyder entthront.

Schneller durch die Kurven dank "ALA"

Ein Pluspunkt bei der Hatz nach Rekorden ist die aktive Aerodynamik, die Lamborghini "ALA" nennt. Ala bedeutet Flügel auf italienisch und das passt zum Huracán. Kurzer Technik-Exkurs zum "ALA"-System: Durch spezielle Kanäle und Klappen an Front und Heck wird der Abtrieb und damit die Kurvengeschwindigkeit erhöht. Dank Carbon innen und außen konnte Lamborghini zusätzlich 40 Kilogramm einsparen. Das Gewicht geben die Italiener mit 1382 Kilogramm an. Der starre Heckspoiler bleibt dem Performante vorbehalten.

Was aus der Ferne wie schwerer Marmor aussieht, ist extraleichtes Carbon und heißt Forged Composites. Dabei handelt es sich um speziell geschnittene Carbonfasern, die in Harz getränkt sind. Der Vorteil: Das Material ist kostengünstiger als normales Carbon und es lassen sich größere Formen einfacher in einem Stück herstellen. Neben Front-, Heckspoiler, Diffusor und Motorhaube wurde Forged Composites auch großflächig im Innenraum verwendet.

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Innenraum erinnert an den Aventador SV

Der Innenraum mit Carbon und Alcantara ist komfortabler und luftiger als gedacht.

Auch wenn der Innenraum nach einer dunklen Carbon- und Alcantara-Höhle aussieht, ist er in Wahrheit komfortabler und luftiger als gedacht. Trotz nur 1,16 Meter Höhe gelingt der Einstieg dank der gewöhnlichen Türen des Huracán problemlos. Fahrer und Beifahrer fallen in die serienmäßigen Vollschalensitze. Das Carbon-Alcantara-Gestühl mit orangen Akzenten erinnert verdächtig an das des Aventador SV und fühlt sich auch genau so an: nämlich bretthart. Für die Rennstrecke sind diese manuellen Sportsitze mit maximalem Seitenhalt die erste Wahl. Wer mit dem Huracán hauptsächlich auf der Straße unterwegs ist, wählt die Komfortsitze. Mittelkonsole, Lüftungsdüsen, Türgriffe und die starren Schaltwippen sind aus dem neuen Hightech-Carbonmaterial gefertigt, das erstmals im extrem limitierten Sesto Elemento von 2010 zum Einsatz kam. Armaturenbrett, Lenkrad und Dachhimmel sind mit feinem Alcantara bezogen.
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Exklusiver Lack für den Huracán Performante

Ganz neu ist die mattorange Lackierung des Huracán Performante. Der exklusive Farbton heißt Arancio Anthaeus und harmoniert bestens mit den seitlichen Tricolore-Zierstreifen. Die 20-Zoll-Leichtbaufelgen-Narvi sind ebenfalls neu und auf Wunsch in Bronze erhältlich. Die Krümmerabdeckung in Bronze passt zwar zu den Felgen, ist aber in erster Linie eine Hommage an den Lamborghini Diablo SE 30. Verglichen mit dem Diablo-Sondermodell, das auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu Preisen zwischen 300.000 und 400.000 Euro angeboten wird, ist der ab Sommer 2017 erhältliche Huracán Performante ein Schnäppchen. Mit einem Basispreis von 232.098 Euro ist er etwa 30.000 Euro teurer als ein Huracán LP610-4.

Lamborghini Huracán Performante (2017): Sitzprobe

Autor:

Jan Götze

Fazit

Der Huracán Performante hat dem übermächtigen Porsche 918 Spyder auf der Nordschleife über fünf Sekunden eingeschenkt. Und das mit einem Saugmotor, ganz ohne E-Unterstützung, über 200 PS weniger und zu einem Viertel des Preises. Die Optik hat Lamborghini noch einmal verschärft, Gewicht eingespart. Dieser Huracán ist eine echte Ansage!

Stichworte:

Supersportwagen

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