Lamborghini LP 640 — 24.02.2006
Stier-Doping
Mit einem neuen Leit-Stier führt Lamborghini seine Herde ins Jahr 2006. Der Big-Boss heißt LP 640, hat einen 6,5-Liter-V12 und mächtige 640 PS.
Italienisches Power-Doping vom Feinsten. So läßt sich beschreiben, was sich unter der Haube des Murciélago LP 640 zugetragen hat. Der 6,2 Liter große V12 wurde auf 6,5 Liter erweitert, die Zylinderköpfe sind komplett neu entworfen. Heraus gekommen sind 640 PS, 60 mehr als beim Vorgänger. Das Drehmoment stieg von 650 auf 660 Newtonmeter, der gestiegenen Wärmeentwicklung wird mit einem größeren Ölkühler Rechnung getragen.
Nach nur 3,4 Sekunden läßt der neue Leit-Stier die 100 km/h-Marke hinter sich. Das sind 0,4 Sekunden weniger als beim Vorgänger und eine halbe Sekunde schneller als der Mercedes SLR McLaren (626 PS, 435.000 Euro). Zum Topspeed wollte sich Lamborghini noch nicht äußern, mehr als 335 Sachen sind aber auf jeden Fall drin.
Geänderte Stoßfänger vorne und hinten, ein neuer Heckdiffusor mit integriertem Auspuffendrohr und neue Rückleuchten kennzeichnen den italienischen Heiß-Sporn. Überarbeitete Rückspiegel und Scheibenwischer zollen einem geringen Luftwiderstand Tribut. Als besonderen Hingucker spendieren die Stier-Züchter dem LP 640 optionale Transparent-Lamellen für die Motorhaube. Soll ja jeder sehen, daß hier ein V12 wütet.
Auch das Cockpit wurde überarbeitet, es kommt jetzt feiner daher. Gestepptes Leder und breitere Sitze stehen für Komfort, neugezeichnete Instrumente versprechen bessere Ablesbarkeit. Zur Preisgestaltung ließ Lamborghini nichts verlauten, die gut 230.000 Euro des Vorgängers dürften aber leicht getoppt werden.

































