Lamborghini LP560-4

— 06.03.2008

Nachwuchs in der Herde

Aus Murciélago wurde LP640, jetzt wird aus Gallardo der LP560-4. Hinter dem Kürzel steht die Kombination aus 560 PS und Allradantrieb. Premiere ist auf dem 78. Genfer Salon.
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Mit neuem Motor, noch mehr Power und deutlich aggressiverer Front löst der auf dem 78. Genfer Salon vorgestellte LP560-4 seinen Vorgänger ab. Der Gallardo – meistverkaufter Lamborghini aller Zeiten – verabschiedet sich nach fünf Jahren in den Ruhestand und räumt dem auf 560 PS (plus 40) erstarkten Jüngling mit seinem neu entwickelten 5,2-Liter-V10 das Feld. Der 560er bedient sich ganz ungeniert beim großen Bruder LP640 und dessen Ultra-Abkömmling Reventón. Die Schnauze mit den modifizierten Luftöffnungen zeigt die LP-Zusammengehörigkeit, das Design der Leuchteinheiten am Heck stammt vom mehr als eine Millionen Euro teuren Reventón. Und auch in Sachen Gewichtsoptimierung eifert der LP56-4 seinem Vorbild nach: 20 Kilo weniger als sein Vorgänger bringt die 4,30 Meter lange Flunder auf die Wage – ergibt ein Kampfgewicht von 1,41 Tonnen.
Mehr Power, weniger Gewicht: Das bringt's!
Mit 20 zusätzlichen PS, weniger Gewicht und 0,2 Litern mehr Hubraum beerbt der LP560-4 seinen Vorgänger – den Gallardo.
Mit 20 zusätzlichen PS, weniger Gewicht und 0,2 Litern mehr Hubraum beerbt der LP560-4 seinen Vorgänger – den Gallardo.
In Kombination mit dem überarbeiteten Automatikgetriebe E-Gear bedeutet die Kombination aus mehr PS und weniger Gewicht eine um 0,3 Sekunden verbesserte Sprintzeit. Nach 3,7 Sekunden soll die 100-km/h-Marke nun fallen, bis Tempo 200 sollen nur 11,8 Zeiteinheiten vergehen. Schluss mit dem Vorwärtsdrang ist bei 325 km/h (vorher: 315). Um diese Kraft auch auf die Straßen bringen zu können, vertraut der LP560-4 erwartungsgemäß auf die Kraft der vier Räder. Mittels einer Visco-Kupplung werden die 560 PS an alle vier Räder geleitet. Im Normalbetrieb gehen 30 Prozent nach vorne, den Rest bekommt die Hinterachse. Damit die hier montierten 295er Walzen auch bei höheren Tempi immer ausreichend Kontakt zur Straße haben, fährt bei Tempo 120 ein kleiner Heckflügel automatisch aus.

Beste Voraussetzungen zum rechtzeitigen Anhalten bieten die 365 Millimeter großen Bremsscheiben vorne und die 356er hinten. Optional garantieren 380 Millimeter messende Carbon-Keramik-Scheiben eine ausreichende Negativbeschleunigung. Was so viel Hightech und Power kostet, wollten die Italiener zwar noch nicht offenlegen, der aktuelle Gallardo liegt als Anhaltspunkt bei mindestens 161.840 Euro.
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