Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster

Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster

Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster

— 02.01.2007

Sturmwarnung

Extreme Autos, extreme Geschichten: AUTO BILD SPORTSCARS hat den neuen Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster zur Ausfahrt gebeten. Mit knapp 330 km/h. Offen natürlich.

Zugegeben, meine Haare flattern nicht im Wind. Wie auch, es sind einfach zu wenig. Aber selbst wenn ich eine Rockermähne hätte, würde sich kaum eine Strähne rühren. Denn im Cockpit ist es erstaunlich windstill – obwohl die Tachonadel des Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster gerade die 330er-Marke passiert. Auf dem Hochgeschwindigkeitsrundkurs im italienischen Nardo wollen wir prüfen, ob der neueste Lambo wirklich der schnellste Serien-Roadster der Welt ist.

Schneller als der Wind: Der offene Lamborghini rennt 328,4 km/h.

Der stärkste ist er sicher: wie im Coupé arbeitet auch hier der gewaltige V12 mit 640 PS – beim Roadster sorgt ein darübergespannter Carbon-Rahmen zusätzlich für Steifigkeit. Ansonsten hat er vieles mit seinem geschlossenen Bruder gemein: das asymmetrische, ganz auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit, die erstklassige Achtkolben-Bremsanlage (optional Keramik) und das optimierte Fahrwerk samt Stabis für besseres Handling. Gegen einen Scheck über 274.920 Euro erhält man den Zündschlüssel und das Ticket in eine für viele verschlossene Welt. Nie war man dem Himmel näher, während gleichzeitig im Nacken der Teufel tobt.

Wer will, schafft im Roadster die gleiche Beschleunigung wie im Coupé – laut Werk 3,4 Sekunden bis hundert. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 330 km/h angegeben, zehn Stundenkilometer mehr als beim offenen Vorgänger. Der Sound, den Motor, Wind und vor allem Abrollgeräusche der Reifen bei diesem Tempo erzeugen, klingt aus der Ferne wie bei einem Flugzeug. Sitzt man selbst am Steuer, glaubt man, mitten in einem Feuerwerk gelandet zu sein. Exakt 328,4 km/h zeigte übrigens unser GPS-Meßgerät, während die Tachonadel am Anschlag klebte.

Ein Wermutstropfen ist leider geblieben: das umständliche Notverdeck Marke "Ein-Mann-Zelt", das laut Lamborghini "in der konzeptionellen Tradition dieses Fahrzeugtyps" liegt – unseres Erachtens jedoch für immer auf den Speicher gehört. Dafür können künftig noch mehr Pisten als mit dem Vorgängermodell in Angriff genommen werden – erstmals gibt es Winterreifen für den abgefahrensten Roadster der Welt.

Autor: Ingo Roersch

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