Lamborghini Murciélago SV in Genf 2009

Lamborghini Murciélago LP 670-4 SuperVeloce Lamborghini Murciélago LP 670-4 SuperVeloce

Lamborghini Murciélago SV in Genf 2009

— 02.03.2009

Mehr geht immer

Wer geglaubt hat, den Top-Stier im Lamborghini-Stall könne man nicht schneller machen, hat sich getäuscht. Auf dem Genfer Salon 2009 zeigen die Italiener den Murciélago LP 670-4 SV – mit satten 670 PS.

Es gibt Automarken, für die scheint das Wort "Downsizing" nicht nur unangebracht, sondern auch im absoluten Widerspruch zur Modellpalette zu stehen. Ganz wenig von kleinen Motoren mit günstigen Verbräuchen und glänzender Umweltbilanz hält man zum Beispiel bei Lamborghini. Dort gibt es für das Minus an Vernunft aber ein ganz großes Plus an Faszination und Adrenalin. Und mal ganz ehrlich: Ohne die Pulsbeschleuniger aus Sant'Agata würde der Autowelt ziemlich sicher was fehlen. Neue Nahrung für die Träume von Raketengeschwindigkeiten auf Bodenniveau gibt es 2009 beim Genfer Salon, wo die Italiener die noch einmal deutlich geschärfte Version ihres Topmodells auf den Drehteller stellen: aus Murciélago LP 640-4 wird das Sondermodell Murciélago LP 670-4 SV. "Die konsequente Fortsetzung unserer Markenphilosophie", wie Lamborghini-Chef Stefan Winkelmann sagt.

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Kraftpaket: Der Zwölfzylinder im Lambo-Heck mobilisiert 670 PS und 660 Nm.

SV, das steht für "SuperVeloce", also für "superschnell". Als wäre das der bisher bekannte Murciélago nicht auch schon gewesen, haben die Lamborghini-Ingenieure ihren neuen Top-Stier mit einem überarbeiteten Ansaugsystem und einer optimierten Ventilsteuerung gemästet. Ergebnis: Das 6,5 Liter große Zwölfzylinder-Herz im Heck schickt 670 statt 640 PS in den Allradantrieb, das maximale Drehmoment liegt bei bulligen 660 Nm. Aber zugelegt hat nur der Motor, der Rest des Wagens nahm ab: insgesamt 100 Kilogramm. Das Leistungsgewicht liegt nun bei schlanken 2,3 Kilo pro PS. Keine Frage, damit ist man mehr als zügig unterwegs. Lamborghini verspricht für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 3,2 Sekunden und 342 km/h Spitze. Wer öfter auf die Rennstrecke muss und lieber den optionalen großen Heckflügel für zusätzlichen Abtrieb auf dem Heck hat, schafft maximal "nur" 337 km/h. Selbst das dürfte so gerade noch reichen.

Das Plus an Leistung trägt der Murciélago LP 670-4 SV auch optisch zur Schau

Optisch eine Rakete: Lamborghini hat dem "SuperVeloce" ordentlich Kriegsbemalung verpasst.

Auch optisch ist der Murciélago LP 670-4 SuperVeloce die noch extremere, noch puristischere Topversion der Baureihe. Auf den ersten Blick fällt die komplett neu gestaltete Frontpartie ins Auge: Der weit nach vorne gezogene Spoiler in mattschwarzem Carbon ist durch zwei vertikale Stege mit dem Vorderwagen verbunden. Die großen Lufteinlässe für die vorderen Bremsen sind stärker betont. In den Kotflügeln vorne sind zusätzliche Luftauslässe zur Bremsenentlüftung platziert. Noch deutlicher wird die neue Optik rund um den Maschinenraum: Der Zwölfzylinder liegt unter einer transparenten Motorhaube mit sechseckigen Kunststoffplatten aus durchsichtigem Polycarbonat in einer Umrahmung aus Kohlefaser. Die Waben sind jeweils nach hinten offen, garantieren so die Wärmeabfuhr des zwölfzylindrigen Kraftwerks. Das Heck des SuperVeloce dominiert ein flaches und sehr breites Endrohr, darunter sorgt ein zweistufiges Diffusor-System für ausreichend aerodynamischen Asphaltkleber.

Und innen? Hier geht es betont sportlich zu, aber ein Lamborghini-Pilot muss natürlich nicht darben. Die dominierenden Innenraum-Materialien sind Alcantara und Kohlefaser, Sport-Schalensitze sind serienmäßig und halten den Fahrer auch in extremen Fahrsituationen zuverlässig an seinem Arbeitsplatz. Hingucker ist das gelochte Y-Muster auf Sitzen und Himmel – hier ist ein zweites Material in der Farbe der Außenlackierung hinterlegt. Ansonsten dominiert die Farbe Schwarz. Wer etwas mehr Luxus, damit mehr Gewicht und etwas weniger Sport im Murciélago LP 670-4 SV haben möchte, kann als Option (aber aufpreisfrei) die Standardsitze ordern. Auch ein Navigationssystem inklusive Radio ist zu haben. Was das und das Auto dazu kosten soll, hat Lamborghini noch nicht verraten. Aber bevor Sie jetzt schon mal anfangen, auf Verdacht zu sparen: Es gibt insgesamt nur 350 Exemplare des momentan wildesten Stieres aus Italien.

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