Lamborghini Reventón

Lamborghini Reventón Lamborghini Reventón

Lamborghini Reventón

— 13.09.2007

Der italienische Tiefflieger

Wer seine Freizeit hin und wieder als Zaungast an Militärflughäfen verbringt, den dürfte der neue Lamborghini Reventón kaum überraschen: Der IAA-Debütant sieht aus wie ein Kampfjet, kann noch tiefer fliegen und kostet über eine Million Euro.

Das ist schöne Tradition bei Lamborghini: Auch der neueste Streich aus Sant'Agata trägt den Namen eines Kampfstiers. Nicht irgendeines Kampfstiers – "Reventón" hat seinen Torrero Felix Guzman 1943 auf die Hörner genommen. Das verspricht auch für das Auto wilde Leidenschaft, Kraft und Stärke. So weit, so passend. Und doch hätte es bessere Namenspatronen für den Murciélago-Ableger gegeben: Phantom, F-16, Eurofighter oder Mig. Nur, so nennt man eben keinen Lamborghini, auch wenn er optisch einem Kampfjet weitaus näher als einem Stier steht. Was die Italiener da auf ihren Frankfurter Messestand stellen, sieht aus als könne es geradewegs von einem Flugzeugträger kommen: Der Reventón trägt ein kantiges Design mit eckigen Öffnungen an Bug und Heck, und die Zwölfzylinder-Maschine verspricht massig Schub in allen Lebenslagen. Hier wird der Fahrer eindeutig zum Piloten, wenn er im Tiefflug nur wenige Zentimeter über dem Asphalt durch die Landschaft rast.

In nur 3,4 Sekunden ist der Wagen auf Tempo 100

Auto oder Flugzeug? Der Lamborghini Reventón überträgt die Optik eines Kampfjets auf sein Blechkleid.

Aber Vorsicht: Den Lamborghini Reventón an einer Verkehrsinsel zu zerbröseln, tut in vielerlei Hinsicht weh. Erstens gibt es nur 20 Exemplare und zweitens kostet das gute Stück eine Million Euro, und da ist die Mehrwertsteuer noch gar nicht drin. Aber das ist nun mal der Preis für Exklusivität und High-Performance-Fahrspaß. Den garantiert der martialische Bolide mit seinem aus dem vom Murciélago LP 640 bekannten V12, der jetzt 650 PS und 660 Nm leistet. Über einen permanenten Allradantrieb gelangt die Kraft auf die Straße und sorgt dafür, dass der Reventón die 100-km/h-Marke bereits nach 3,4 Sekunden pulverisiert. Ebenso atemberaubend ist die Höchstgeschwindigkeit, die Lamborghini in der typischen Bescheidenheit mit "jenseits von 340 km/h" angibt. Nur mal so am Rande: Ein Kampfjet hat bei dieser Geschwindigkeit bereits abgehoben. Den Lamborghini pressen der aerodynmisch optimierte Unterboden und der Heckdiffusor selbst bei Höchstgeschwindigkeit konsequent auf die Straße.

Der Innenraum gleicht einer Pilotenkanzel

Willkommen im Cockpit: Im Reventón wird der Fahrer zum Piloten.

Was außen wie ein Flugzeug anmutet, setzt sich im Innenraum des Reventón fort. Statt analoger Instrumente informieren drei individuell einstellbare TFT-Displays den Fahrer über relevante Fahrdaten. Im Mittelpunkt des aus einem Aluminiumblock gefrästen und mit Kohlefaser bezogenen Cockpits steht das sogenannte "G-Meter", das Auskunft über die momentan auftretenden Beschleunigungskräfte gibt – dargestellt als Kugel, die sich in einem Kreis bewegt. Wer seinen Blick von den Displays lösen kann und durch den Innenraum schweifen lässt, entdeckt reichlich Alcantara, Carbon, Aluminium und Leder. So sportlich wie die Optik zeigt sich auch das Getriebe: Gangwechsel gelingen mit dem automatisierten "e.gear"-Getriebe in Windeseile, geschaltet wird mit zwei Hebeln hinter dem Lenkrad. Na dann, guten Flug!

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