Lancia auf der IAA 2011 — 30.08.2011

Mit Chrysler im Geiste

Kurz vorm Marktstart will Lancia auf der IAA 2011 die Neulinge Thema und Voyager ins rechte Licht rücken. Flankiert werden sie vom Trio Flavia, Ypsilon und Delta.

Der Messeauftritt von Lancia auf der IAA 2011 steht ganz im Zeichen der neuen Verbindung mit Chrysler. Das meiste kennen wir zwar bereits vom Genfer Salon, dennoch haben die Italiener noch ein paar neue Informationen auf Lager. Rechtzeitig zum Marktstart im Oktober rückt Lancia den Thema – vormals Chrysler 300C – nochmal in den Mittelpunkt des Geschehens. Er soll es dem Namensvetter von 1984 gleichtun und sich als individuelle Alternative zur etablierten Konkurrenz positionieren. Dass hinter dem Lancia-Grill eigentlich ein Chrysler 300 steckt, dürfte aber zumindest Traditionalisten die Stirn runzeln lassen. Im Vergleich zum amerikanischen Vorgänger ist der Thema deutlich eleganter geworden. Die alte Hauklotz-Mentalität ist Geschichte. Reichlich Chrom sorgt für einen angemessenen Auftritt des Fünfmeter-Schiffs.

Überblick: News und Tests zu Lancia

Den Sprint auf Tempo 100 absolviert der Thema in 7,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h.

Als Topmotorisierung fungiert ein 286 PS starke 3,6-Liter V6-Benziner mit Achtgang-Automatikgetriebe aus dem Chrysler-Konzern. Der komplett aus Alu gefertigte Motor soll die Euro-5-Norm erfüllen, 340 Newtonmeter Drehmoment leisten und mit durchschnittlich 9,4 Litern Benzin auskommen. Den Sprint auf Tempo 100 absolviert der Thema in 7,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Deutlich sparsamer als der Benziner kommen die beiden Dreiliter-V6-Diesel des Thema daher. Die beiden Selbstzünder leisten 190 beziehungsweise 239 PS und sollen sich je 7,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer genehmigen. Ihre 440 und 550 Newtonmeter Drehmoment geben die Aggregate an eine Fünfgang-Automatik ab.

Überblick: Die Stars der IAA

Ebenfalls ein Chrysler im Lancia-Kleid ist der Voyager, Nachfolger des Phedra. Ab Oktober rollt der 5,21 Meter lange Van wahlweise mit einem 287 PS starken 3,6-Liter-Benzinmotor oder einer 2,8-Liter-Dieselvariante mit 163 PS zu den Kunden. 7,9 Liter soll der Voyager mit dem Selbstzünder verbrauchen, 10,8 Litern mit dem Benziner. Beide Motoren erfüllen Euro-5. Für die Optik spendieren die Italiener dem Ex-Ami unter anderem eine neue Frontpartie mit markantem Kühlergrill und Lancia Logo, seitlich umlaufende Stoßfänger, großflächigen Frontscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und stoßfängerintegrierte Nebelscheinwerfer. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Ledersitze, ein beheizbares Lederlenkrad und beheizbare Sitze. Die fünf Sitze der zweiten und dritten Reihe lassen sich ebenerdig im Fahrzeugboden versenken. Zu den Preisen von Thema und Voyager sagt Lancia noch nichts.

Fiat auf der IAA

Und auch das Flavia Cabrio bringt Lancia mit nach Frankfurt. War eine Markteinführung in Deutschland bei seinem Messe-Debüt in Genf noch nicht final entschieden, steht nun sogar schon die Motorisierung fest: Ein 175 PS starker, 2,4-Liter-Benziner wird das 4,9 Meter lange Cabrio mit dem Softtop antreiben. Das Aggregat ist an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt und in Kombination mit der "all inclusive"-Ausführung dürfte sich hier ein waschechter Cruiser nach amerikanischem Vorbild präsentieren. Eigentlich kein Wunder, handelt es sich beim Flavia doch eigentlich um den Chrysler 200 und somit um den Nachfolger des Sebring.

Style: \

Die neue Einstiegsmotorisierung im Delta markiert ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 105 PS.

Weniger zum Cruisen denn dem sparsamen Alltagseinsatz verpflichtet zeigen sich die beiden neuen Motoren im Delta. Die neue Einstiegsmotorisierung markiert nun ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 105 PS, die wohl umweltschonendste Antriebsart bietet der neue 1.4 TurboJet LPG. Der 120 PS starke Motor kann sowohl mit Benzin als auch mit Autogas betrieben werden, beschleunigt den Lancia Delta in 9,8 Sekunden auf Tempo 100 und macht ihn immerhin 195 km/h schnell. Zu Fahrleistungen und Verbräuchen des neuen Delta 1.6 jtd Multijet macht Lancia bislang keine Angaben. Auch der neue Ypsilon ist wieder mit von der Partie. Die Italiener sind so stolz auf ihren feschen Zwerg, dass sie ihn einfach nicht zuhause lassen konnten.



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Kommentare zum Artikel (21)

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Thommy77
12.09.2011, 12:32Uhr

Lancia wird wieder stärker werden. Die Zusammenarbeit mit Chrysler trägt erste Früchte und spätestens in den nächsten Modellgenerationen wird das beste aus beiden Welten zusammen fließen:
http://www.youtube.com/watch?v=rkOrjcRHJ_M&feature=player_embedded

speed
05.09.2011, 13:23Uhr

VW hat das gleiche gemacht beim K70!
Es wurde nur das VW Logo drauf geklebt
statt NSU!Und alle fanden das Prima!

barchetta80
05.09.2011, 11:02Uhr

Also ich als Lancia-Fahrer muss doch eines feststellen:

Hier wird über Lancia hergezogen, obwohl es wirklich keinen Grund dazu gibt.

Ich fahre den aktuellen Lancia Delta 1.6 Multijet. Habe vorher schon Fahrzeuge von anderen Marken gefahren. Und es ist definitiv das beste Fahrzeug was ich bis Dato besessen habe. Selbst mein Vater (Audi-Fahrer) ist begeistert.
In Sachen Design ist es definitiv absolut premium. Die Qualität und Zuverlässigkeit ist wirklich gut, und das zu einem wirklich guten Preis/Leistungsverhältnis.

Unter der Lancia-Regie sehen die Chrysler besser aus als vorher.

tom2345
05.09.2011, 09:42Uhr

das problem von lancia war nie das aussehen der autos, sondern ihre qualität. JETZT sind das aussehen und die qualität auf einem, wohl eher niedrigem niveau.
"hey luigi, du schaffst das schon, bald gibte esse geld vom dumme deutsche steuerzahler wegen eure schulde, dann könnte ihr noche 30 jahre weitermake."

Natrium
04.09.2011, 02:04Uhr

Ich gib Lancia maximal noch 10 Jahre... Arrivederci! Bye! Früher stand die Marke immerhin noch für Emotionalität. Heute nur noch für ein aufgetragender Teileträger.

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