Test Lancia Delta

Fahrbericht Lancia Delta Lancia Delta

Lancia Delta

— 10.06.2008

Lecker italienisch!

Nach vier Jahren Dürre kommt im September 2008 der neue Delta auf den Markt: eine Mischung aus Sport-, Familienwagen und Limousine für unter 20.000 Euro. Lancia spricht vom zweiten Lebensabschnitt der Marke.

So was hat das ehrwürdige Schloss "Reggia di Venaria" noch nie gesehen: Ein Auto im Speisesaal. Es steht auf einem Podest, vor eingedeckten Tischen. Und es soll den Appetit internationaler Journalisten anregen. Denn die meisten von ihnen haben bereits vergessen, wie geschmackssicher die Marke Lancia ist. Vier Jahre mussten vergehen, bis die Fiat-Tochter ein neues Modell auf den Tisch, entschuldigung, Markt bringt: den Kompaktwagen Delta. Und nun: Guten Hunger! Er ist lang geworden. Mit 4,52 Metern Länge schießt Lancias neuer Delta weit über das klassische Golf-Maß (4,20 Meter) hinaus. Obwohl er auf der Plattform des Fiat Bravo basiert. Nur durch die enge Verwandtschaft zum Bravo konnten die Ingenieure den Wagen in gut 15 Monaten entwickeln. Sportlich, sportlich. Der Rest ist mehr auf Komfort getrimmt. Das beginnt bereits bei der Delta-Form. Eine Mischung aus Sport-, Familienwagen und Limousine, irgendwie: eine kleine Mercedes R-Klasse für unter 20.000 Euro.

Der Delta soll nicht mehr als 5,3 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen

Mit verschiebbarer Rückbank, stark schrägstehender Windschutzscheibe und viel Beinfreiheit im Fond. Aber nur für Menschen, die keinen ausufernden Platz brauchen. Kinder, zum Beispiel. Denn  Erwachsenen ab 1,80 Metern drückt die Decke auf den Kopf. Ein Tribut an die windschlüpfrige Form. Und die ist wirklich ein Augenschmaus. Vor allem die zweifarbige Lackierung bi-colore steht dem Delta  gut. Die Haube ist lang wie die Nase von Cyrano de Bergerac, das Heck rund und kurz. Hätte Lancia auf Dach und Hochbeinigkeit verzichtet: der Delta wäre ein klassischer Roadster. Zumindest dem Design nach. Denn die Antriebskraft zerrt weiterhin an den Vorderrädern, drei der sechs verfügbaren Motoren (120 bis 200 PS) sind Diesel. Zwei der Selbstzünder und ein Benziner wurden für den Delta neu entwickelt. Darunter auch der von uns getestete 2.0 Multijet mit 165 PS. Der Vierzylinder erfüllt bereits jetzt die EU 5-Norm und setzt auf einen neuen Turbolader mit variabler Geometrie. Gestartet wird klassisch mit Schlüssel, der Delta läuft unglaublich leise. Bei Tempo 50 im vierten Gang dümpelt der Drehzahlmesser auf 1300 Touren, um Sprit zu sparen. Nicht mehr als 5,3 Liter soll der Wagen auf 100 Kilometern verbrauchen. Ein zurückhaltender Trinker. Nicht nur im Speisesaal.

Mehr zum neuen Lancia Delta gibt es am Freitag in AUTO BILD 24/2008!

Autor: Margret Hucko

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