Land Rover Defender 110 Station SE

Land Rover Defender 110 Station SE Land Rover Defender 110 Station SE

Land Rover Defender 110 Station SE

— 19.06.2003

Rauhbein im Frack

Jetzt gibt es auch den Land Rover Defender als fein herausgeputzte SE-Version. Die Änderungen betreffen aber nicht den harten Kern.

Motor und Karosserie

Ordnung muss sein: Bei Land Rover wird jetzt auch der Defender, der sich bekanntlich jeder objektiven Kritik entzieht, in den üblichen drei Ausstattungslinien E, S und SE angeboten. Zum Schmuse-Offroader macht ihn aber auch der SE-Trimm nicht.

Karosserie und Qualität Traditionalisten geht das Herz auf, wenn sie das nostalgisch geformte und grob verarbeitete Alublech des kantigen Stationwagens betrachten. Man bekommt bis zu neun Personen hinein, richtig bequem sitzt aber keiner. Im Riesen-Laderaum mit der kleinen Tür gibt’s jetzt beim S und SE quer angeordnete Einzelsitzchen statt Bänke.

Fahrfreude und Antrieb Auto fahren in seiner ursprünglichen Form – wer daran Spaß hat, wird mit dem Landy glücklich: Technik scheint hier noch begreifbar, man hört und fühlt Motor, Getriebe und Achsen arbeiten. Doch den Fahrspaß dämpfen die teigige Lenkung und der monströse Wendekreis. Zeitgemäß: Permanenter Allradantrieb.

Fahrleistungen Für Sportfahrer ist der Defender ungeeignet. Der moderne Diesel zieht zwar tapfer; er setzt aber nach dem Schalten zögerlich ein und schafft nur matte Beschleunigungswerte und gerade mal 133 km/h Spitze.

Fahrwerk und Geländetauglichkeit

Fahrwerk und Sicherheit Reden wir lieber vom Wetter. Maue Bremsen, abenteuerliche Seitenneigung, Schlangenlinien bei der Vollbremsung. ABS nur gegen Aufpreis, an Airbags nicht zu denken.

Geländetauglichkeit Asphaltstraßen sind eigentlich unter des Defenders Würde. Im schlimmen Gelände ist er dagegen richtig in seinem Element – man sucht meist vergeblich nach Hindernissen, die ihn scheitern lassen.

Komfort Auch wenn die SE-Ausstattung schicke Leder-Stoffsitze hat: Der Defender ist laut, hart und erstaunlich eng, Heizung und Klima (1510 Euro) eher symbolisch.

Preis und Kosten Mit Klima, Alu und ABS kommt der Testwagen schon auf stolze 35.340 Euro. Für die Fahrleistungen sind Verbrauch und Fixkosten gerade noch erträglich. Gut: drei Jahre Garantie.

Fazit und Technische Daten

Fazit Da ändert auch die Kosmetik nichts: Der Defender ist und bleibt ein Fall für Fans. Nüchtern betrachtet (aber warum sollte man das tun?), ist er ein Oldtimer zum Preis eines Neuwagens: nostalgisch, geländefähig wie kaum ein zweiter – und vom Konzept her hoffnungslos veraltet. Doch gerade darin liegt der Reiz dieses Exzentrikers.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.