Land Rover Defender 110 Td5 Crew Cab

Land Rover Defender 110 Td5 Crew Cab Land Rover Defender 110 Td5 Crew Cab

Land Rover Defender 110 Td5 Crew Cab

— 18.09.2002

Laras Zivil-Laster

Erst war er nur ein Sondermodell für den Lara-Croft-Spielfilm, jetzt gibt es den Land Rover Defender 110 Doppelkabiner als Normalversion.

Motor und Fahrleistungen

Bekannt geworden ist die Kombination aus viertüriger Doppelkabine und superkurzer Ladepritsche hierzulande als Sondermodell "Tomb Raider" – gewissermaßen als Merchandising-Artikel zum gleichnamigen Kinofilm um die Computerspiel-Heldin Lara Croft. Und weil er so ungemein chic aussah, verliebten sich die Land-Rover-Fans reihenweise in den kuriosen Pickup, sodass sich Land Rover Deutschland entschloss, die Zivilversion 110 Crew Cab ins Programm zu nehmen.

Karosserie und Qualität Die Raumausnutzung ist verblüffend schlecht: Auf der Rückbank ist ziemlich wenig, auf den Vordersitzen sehr wenig Platz. Dafür bietet die Ladefläche nur 78 Zentimeter nutzbare Länge, weil vorn quer das Ersatzrad steht. Die Verarbeitung ist besser als früher beim Defender, effektiv aber immer noch dürftig.

Fahrfreude und Antrieb Ein Großteil der Fahrfreude resultiert aus den vergnügten Reaktionen der Mitmenschen – weniger aus dem Spaß an der Kurbelei bei 16 Meter Wendekreis, der teigigen Lenkung, dem mäßig temperamentvollen Motor.

Fahrleistungen Nach Überwindung des Turbolochs stampft der Fünfzylinder kräftig los – der Kleinlaster ist in weniger als 16 Sekunden auf 100 und rennt echte 134 km/h.

Geländetauglichkeit und Komfort

Fahrwerk und Sicherheit Träge spricht die Lenkung an, man erreicht mit den aufpreispflichtigen Breitreifen mäßiges Kurventempo und bremst mit dem aufpreispflichtigen ABS flau. Fahrhilfen und Airbags gibt's nicht.

Geländetauglichkeit Toll: Reichlich Kraft, kurze Untersetzung, permanenter Allrad, ordentliche Verschränkung. Und gegen Aufpreis sogar die Schlupfregelung ETC als Ersatz für Achssperren.

Komfort Eher dürftig: Der 110 Crew Cab ist eng, laut, hart gefedert, unhandlich und nur gegen Aufpreis vollständig ausgestattet.

Preis und Kosten Der Basispreis (26.300 Euro) ist immerhin 1300 Euro billiger als beim ungleich praktischeren und bequemeren 110 Station. Die Fixkosten sind okay, aber es gibt sparsamere Kleintransporter.

Fazit und Technische Daten

Fazit Wie eigentlich die gesamte Defender-Baureihe entzieht sich der 110 Crew Cab der objektiven Bewertung. Der unnachahmlichen Ausstrahlung stehen erhebliche Unbequemlichkeiten im Alltagseinsatz, beengte Raumverhältnisse und üble Fahreigenschaften gegenüber: Ein Fall für Fans.

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