Land Rover Experience Namibia 2002

Land Rover Experience Namibia 2002 Land Rover Experience Namibia 2002

Land Rover Experience Namibia 2002

— 21.10.2002

Abenteuer aus dem Katalog

Zwei Frauen und vier Männer erlebten mit Land Rover Offroad-Fahren pur. Sie hatten die Tour nach Namibia gewonnen. 2003 ist sie auch zu buchen.

Mit Ethno-Pop durch Namibia

"Muuuuh" tönt es durch die Nacht. Sechs Uhr morgens. Welches Rindvieh hat uns da geweckt? Weitere Tierstimmen, Drums, Bass … Noch etwas verschlafen linsen wir aus unseren Zwei-Mann-Dachzelten, montiert auf Land Rover Discovery Td5. Der Ethno-Pop kommt aus der Hi-Fi-Anlage eines Range Rover – mitten im wilden Nordwesten Namibias.

Es ist das allmorgendliche Weckritual dieser Truppe, die hier auf der "Land Rover Experience Namibia Tour 2002" über zehn reine Fahrtage unterwegs ist. Zwei Frauen und vier Männer im Alter zwischen 24 und 46 führen den Tross aus sechs Discovery, drei Defender und einem Range Rover an: Jessika Witt (24), Kristin "Kiki" Tegtmeyer (29), Carsten Brehm (28), Tom Séché (31), Peer Tiessen (36) und Hans Rottmayer (46) – die glücklichen Gewinner, die sich nach insgesamt sieben Ausscheidungs-Wettbewerben für diese Tour qualifiziert haben.

Sechs von insgesamt 8000 Bewerbern, die es alle gern bis hierher, in den Süden Afrikas, geschafft hätten. Die Reise ist immerhin 2800 Euro wert: Otto Normalfahrer kann sie "nur" buchen. Aber selbst da sind die Plätze eng begrenzt.

Fast 2000 Kilometer Offroad

Das Frühstück ist reichlich: Kaffee, Spiegeleier, Brot, Butter, Wurst, Käse, Marmelade, Schokocreme. Die Catering-Truppe um "Smutje" Rene Linke lässt es an nichts fehlen. Abends sind Oryx-Steaks mit Kartoffeln oder Straußen-Gulasch auf Reis angesagt, Salat deckt den Vitaminbedarf. Bei namibischem Dosenbier oder Wein wird der Abend am Lagerfeuer lang.

Smutjes Küche ist komplett in einem Defender 130 Pickup installiert, in dem auch die Vorräte gebunkert sind. Immerhin fahren wir knapp 90 Prozent der insgesamt 2000 Kilometer Offroad, abseits der ausgetretenen Pfade und Versorgungsstationen, campen in der Wildnis. Toilette? Dusche? Fehlanzeige. Spaten und Papierrolle sind angesagt. Wasser für die Katzenwäsche kommt aus dem Kanister.

Nach dem Frühstück gehen Jessika, Kiki, Tom, Carsten, Peer und Hans ans Werk: Mit Roadbook, topografischer Karte, Stift und GPS-Navigationsgerät arbeiten sie die Tagesroute aus. Dazu müssen sie die per Längen- und Breitengrad vorgegebenen Wegpunkte in die Karte übertragen und ins GPS-Gerät eingeben. Das bestimmt, von mindestens drei Satelliten angefunkt, die aktuelle Position mit einer Abweichung von maximal zehn Metern und gibt den nächsten Zielpunkt an.

Zwischen Spitzkoppe und Brandberg

In den vergangenen vier Tagen haben die sechs den Tross von Namibias Hauptstadt Windhuk über Schotterstraßen bis hierher ins Damaraland geführt. Vorbei an landschaftlichen Höhepunkten wie der Spitzkoppe, dem "Matterhorn Namibias", sowie dem 2574 Meter hohen Brandberg mit seinen rund 44.000 Felsmalereien. Namen wie diese erinnern an Namibias Vergangenheit als deutsche Kolonie der Kaiserzeit.

Uwe Rahn, Dolmetscher und Tourguide, lebt hier in dritter Generation: "Mein Großvater war erst bei der deutschen Schutztruppe, dann wurde er Farmer." Bei Maltahöhe, rund 380 Kilometer südlich von Windhuk, betreibt Uwe die "Gästefarm Burgsdorf", bietet hier geführte 4x4-Touren an. "Das Gemeinschaftserlebnis von Wildnis und Gelände ist für die meisten eine neue, tolle Erfahrung", doziert er.

Die auch unser Experience-Team durchlebt: Mit eingelegter Untersetzung klettern die drei silbernen Discos Felspartien hinauf und hinunter, wühlen sich durch den tiefen Sand der jetzt, im namibischen Winter, trockenen Flußläufe. Bleibt ein Auto stecken, helfen die anderen: Zwei stellen sich auf die hintere Stoßstange, zwei schieben. Wieder auf festem Untergrund, sind alle erschöpft, aber glücklich: "Ist toll, wo man mit einem Geländewagen wie dem Discovery überall durchkommt. Und das mit Serienreifen!" Naja, ein paar Platten inklusive …

Besuch bei Halbnomaden im Kaokoland

Außer Peer auf einem Defender hatte vorher keiner der frisch gebackenen Landy-Treiber Gelände-Erfahrungen mit einem Allradler gesammelt. Doch im Laufe der Tour verstehen es Jessika, Kiki, Carsten, Tom und Hans mit zunehmendem Geschick, die Talente ihrer "Discos" im schwierigen Terrain zu nutzen. "Macht Spaß!" – das gilt für Enduro-Fahrerin Kiki ebenso wie für die Freizeit-Pfadfinderin Jessika, den GPS-Technik-Freak Hans oder die begeisterten Outdoorler Tom und Carsten.

Touristischen Kontrast zu den navigatorischen und fahrerischen Herausforderungen bilden der Besuch bei einer Gruppe Ova Himba – Rinder züchtenden Halbnomaden im Kaokoland – oder das Baden im Felsenpool des Ortes "Warmquelle". Im Etosha-Nationalpark laufen uns an den zahlreichen Wasserstellen noch einmal die Tiere in geballter Form vor die Kamera, die wir auf den puren Offroadstrecken in der Wildnis nur durch Zufall und den Scharfblick unseres Tourguides Uwe entdeckt hatten: Elefanten, Nashörner, Oryx, Zebras, Gnus, Kudus, Impalas, Springböcke, Strauße, Erdhörnchen, Schakale, Hyänen … – dieser "Zoo" ist gut bestückt. Großes Naturkino, sozusagen.

Play it again? "Jederzeit! Tolle Experience. Wir hätten sogar noch mehr pures Offroad-Fahrvergnügen vertragen", resümieren Kiki, Jessika, Tom, Carsten, Peer und Hans auf dem "long way home", der fast endlosen Asphaltstraße zurück nach Windhuk.

Reisen wie die glorreichen Sechs

Die sechs Gewinner der diesjährigen Experience Namibia-Tour waren die Essenz aus einem Heer von Bewerbern: 8000 Interessenten hatten sich für diesen Event via Internet und Händlerausschreibung bei Land Rover beworben, 2800 davon wurden zu sechs sportlichen Vorausscheidungen eingeladen. 60 Frauen und Männer qualifizierten sich für den finalen Wettbewerb im Land Rover Experience Center in Wülfrath (Infos: www.aps-team.de).

Die Namibia-Tour wird es 2003 als Kaufreise geben: Neun Tage (inklusive je ein Tag Hin- und Rückflug) kosten 2800 Euro pro Person. Darin enthalten sind Flug, Verpflegung, Sprit, Tourguide sowie vier Übernachtungen auf Gästefarmen und drei im Outdoor-Camp. Jeweils zwei Teilnehmer teilen sich einen Discovery Td5 mit Dachzelt. Die sechs Termine von September bis Oktober sind auf jeweils zehn Personen limitiert.

Oder: sieben Tage Island Experience. Die gibt’s für 2600 Euro pro Person – Kost, Logis, Discovery und Sprit sowie Flug inklusive. Von Juli bis August sind fünf Reisen à zehn Teilnehmer geplant. Infos unter: www.landrover.de.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.