LandRover Freelander 2: Gebrauchtwagentest

Land Rover Freelander 2: Gebrauchtwagen-Test

— 08.06.2015

Die britische Alternative

Der Name Freelander wird nicht überleben. Aber für Gebrauchtkäufer ist die zweite Generation des Freelander durchaus interessant.

Die Optik ist gerade beim Heck sehr eigenständig, die Übersicht gut.

Der erste Freelander kam 1997 und entstand bei Land Rover unter dem bis 2000 währenden Chaos-Regiment von BMW. Aber für die zweite Generation machte der neue Markenbesitzer Ford ein Fass auf: neue Produktionsanlage mit hohem Automatisierungsanteil in einer Jaguar-Fabrik, neue Motoren von Peugeot (Diesel) und Volvo (Sechszylinder-Benziner), neue Getriebe von Getrag (Schaltung) und Aisin (Automatik), neue Bodengruppe auf Ford-Basis, die auch für Ford Kuga und Volvo XC60 verwendet wurde. Das unbedingte Ziel: Schluss mit dem Schlendrian in der Fertigung.

Ein Artikel aus AUTO BILD ALLRAD



Der langlebige 2,2-Liter-Turbodieselmotor ist ein Resultat aus der im Jahr 2000 vereinbarten Dieselmotoren Kooperation von Ford und Peugeot.

Der Erfolg gab den Ford-Leuten recht. Der Freelander 2 ist ein enormer Fortschritt in puncto Qualität und Verlässlichkeit gegenüber dem Vorgänger. Vor allem die komplett automatisiert gefertigte Karosserie und die von bewährten Zulieferern kommenden Aggregate reduzieren die früher bei Land Rover so dominanten Probleme wie Regenwassereintritt und Ölverluste auf ein unauffälliges Minimum. Feuchtigkeit tritt höchstens noch ab und zu am Heck über eine undichte dritte Bremsleuchte oben in der Heckklappe ein (fünf Prozent). Und Ölverluste? Nur bei vier Prozent.

Die Batterie schwächelt gern

Ladevolumen zwischen 405 und 1670 Liter. Platz für ein vollwertiges Ersatzrad (Aufpreis) hat ist unterm Kofferraumboden.

Dass der Freelander 2 dennoch keine Bestnoten in der Zuverlässigkeit erreicht, liegt vor allem an der Elektrik und Elektronik. Eine ausgelaugte Batterie vereitelt den Motorstart bei 15 Prozent der Fragebogenteilnehmer. Betroffen sind vor allem Wenigfahrer. Denn bereits ab sechs Tagen Standzeit im Sommer und drei Tagen bei winterlicher Kälte wird es knapp mit der Batteriekapazität, vor allem bei den Dieselmodellen. Der Strom versickert offenbar in der komplexen Elektronik des im Werk Halewood bei Liverpool gefertigten Briten. Außerdem zeigt sich das Dieselkraftstoffsystem wenig resitent gegenüber winterlicher Kälte, ist also auf überdurchschnittlich kältefesten Diesel angewiesen.
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Die Benziner surren unbeirrt

Krieg der Knöpfe: Die Bedienung ist ob der vielen Tasten nicht ganz einfach, dafür sitzt man hoch und gut.

Doch auch während der Fahrt kann die Dieselfahrer eine Panne ereilen (zwölf Prozent). Größtes Problem: der Dieselrußfilter und seine Regeltechnik. Schwierigkeiten mit zugesetzten Rußfiltern und gestörten Differenzdrucksensoren machen zwar nur den Dieselbesitzern zu schaffen, aber die bilden die Mehrheit. Die wenigen Benziner ziehen dagegen unbeirrt ihre Bahn, ihre Besitzer äußern sich begeistert über die Laufruhe und die Kraftreserven des von Volvo stammenden 3,2-Liter-Sechszylinder-Reihenmotors, der wie auch bei diversen Schweden-Allradlern kurioserweise quer eingebaut ist. Der hubraumstarke Benziner kommt ohne Turbo aus. Deshalb bleiben ihm die Turboladerdefekte erspart, die sieben Prozent der Diesel-Besitzer ereilten. Mit Ausnahme an der Peripherie wie Turbolader und Rußfiltertechnik erweist sich der von Peugeot und Ford entwickelte und im riesigen Peugeot-Dieselmotorenwerk in Trémery an der französisch-deutschen Grenze gefertigte Motor als langlebig. Zahlreiche Besitzer haben mehr als 250.000 km mit erstem Motor, erstem Getriebe und erstem Generator zurückgelegt. Nur der Anlasser macht ab 150.000 km gelegentlich Probleme. Das macht die Freelander-Besitzer überdurchschnittlich zufrieden.

Land Rover-Fahrer sind treue Seelen

Kritisiert wird sehr wenig. Und wenn, dann hauptsächlich die teure Versicherungseinstufung und die etwas enttäuschende Anhängelast von zwei Tonnen. Ein in der gleichen Klasse antretender VW Tiguan darf schließlich bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Durchweg gute Noten erhalten auch die Vertragswerkstätten. Vier von fünf Freelander-Besitzern sind zufrieden mit deren Arbeitsleistung. Nicht aber mit den Preisen. Denn als Rechnungsbetrag für eine große Inspektion werden durch-schnittlich 550 Euro genannt. Einigkeit auch in der Frage nach dem nächsten Auto. Markentreue wird bei Land Rover-Fahrern groß geschrieben. Und deshalb steht der Nachfolger namens Discovery Sport bei satten 61 Prozent auf dem Wunschzettel. Weitere elf Prozent steigen zu größeren Land-Rover-Modellen auf. Der Rest ist noch unentschlossen und wartet ab.

Alle Bilder zum Test finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Land Rover Freelander 2: Gebrauchtwagentest

Gebrauchtwagensuche: Land Rover Freelander

Test: Land Rover Freelander 2

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt von folgendem Modell: Land Rover Freelander 2 (Test).

Veröffentlicht:

06.06.2015

Preis:

1,00 €

Martin Braun

Martin Braun

Fazit

Schön anders ist so ein Freeelander. Weil vor allem die frühen TD4 bis zur Modellpflege (im August 2010) arge Probleme mit dem Dieselrußfilter haben, sollte man sein Geld in ein neueres Modell investieren. Oder den kraftvollen, sämig säuselnden Sechszylinder-Benziner nehmen.

Stichworte:

Allradantrieb SUV

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