Lara Croft in heikler Mission

Magret Hucko trifft Lara Croft Magret Hucko trifft Lara Croft

Lara Croft in heikler Mission

— 16.10.2008

Kampf der Amazonen

Alison Carroll ist "Tomb Raider"-Star Lara Croft. Die stärkste Frau der virtuellen Welt. Aber kann sie auch in echt überzeugen? Bereit zum Duell: AUTO BILD-Amazone Margret Hucko.

Neben mir sitzt ein Mädchen mit braunen langen Haare, stark geschminkt, zu dünn angezogen für diese Jahreszeit. Unter ihrem Daunenmantel trägt sie nur braune Hotpants und ein Top, das ihren Busen zur Dirndl-Auslage zusammenschnürt. Alison Carroll schließt die Augen, schweigt. Ihr ist übel auf dem Beifahrersitz des Maserati Quattroporte. "Sorry, ich bin reisekrank", entschuldigt sie sich. Menschlich ist das, ja. Und beinahe beruhigend, dass die 23-jährige Engländerin so sensibel reagiert. Denn Alison Carroll doubelt die Comic-Figur Lara Croft aus dem Game-Klassiker Tomb-Raider. Die nächste Folge – Underworld mit Namen – kommt am 21. November 2008 in die Läden. Was die Heldin im echten Leben draufhat, soll Alison uns beweisen.

Die Kamera war immer dabei: autobild.tv zeigt den Kampf der Amazonen

Gerade fahren wir mit Tempo 200 über die Autobahn Richtung Heide-Park Soltau. Im Erlebnispark soll Alison alles ablegen, was Alison ausmacht: ihr harmloses Lächeln, ihre Freundlichkeit. Auch Ihre Übelkeit spuckt sie aus. Jetzt sieht die Welt anders aus. Alison zückt ihre zwei Neun-Millimeter-Pistolen, streckt beide Arme nach vorne. Ihr Blick wird ernst, entschlossen. Mit einem Satz hebt sie ab, peilt mit ihren Beinen ihren Gegner an. Mich! Alison ist nicht mehr Alison. Sie spielt nun die Rolle der Lara Croft. Lara, die sich wie ein Kerl durch die Computerwelt prügelt und dabei, egal ob sie gerade schwimmt, klettert oder Motorrad fährt, überirdisch gut aussieht. Und gegen dieses Superweib soll ich in drei Disziplinen antreten: Achterbahnfahren, Schießen, Autofahren.

Besuch bei den Experten: Alison Carroll meets computerbild.de

In 2,4 Sekunden auf 100: Das "Desert Race" im Heide-Park Soltau – eine der Bewährungsproben beim Kampf der Amazonen.

Eine der härtesten Attraktionen im Heide-Park heißt "Desert Race". Der Park bewirbt die erste Achterbahn mit Katapultstart als "Höllenritt durch die Wüste". In 2,4 Sekunden schießen die Wagons auf Tempo 100. Lara lacht angespannt, reibt sich die Hände. Sobald eine Handykamera auf sie gerichtet wird, zückt sie ihre Pistolen. Ihre stärkste Waffe: umwerfende Weiblichkeit und eine hollywoodreife Figur. Dagegen fühle ich mich wie eine alte Schachtel. "Darf ich Dich fotografieren?", fragt ein Junge Lara schüchtern. Gestandene Männer wünschen sich ein "Foto für meine Frau". Alles klar, Jungs. Und beim Stammtisch trinkt ihr auch nur Leitungswasser...

Die Achterbahn fährt in den Bahnhof. Vorher legen Lara und ich noch unsere Pulsmesser an, dann steigen wir ein. Die Werbung des Freizeitparks hält, was sie verspricht: Katapultstart! Höllenritt! Nicht übertrieben. Ich schließe die Augen, Lara quiekt vergnügt. In weniger als einer Minute ist alles vorbei. Lara schreit: Noch mal, noch mal! Mir reicht's. Das bestätigen auch unsere Pulsuhren: 1:0 für Lara Croft. Die nächste Disziplin führt uns zu einer Schießbude. Mit Wasserpistolen sollen Gummibälle eingelocht werden. Für Ihre Rolle als Lara trainiert Alison sechs Mal in der Woche im Fitness-Studio, ich gerade mal sechs Mal im Monat. Außerdem lernt Alison gerade, mit Waffen umzugehen. Na, wer liegt hier wohl vorne? 2:0 für Lara.

Mehr über Lara Croft: Tomb Raider bei computerbild.de

Handlingkurs im Maserati: Margrets Paradedisziplin bereitet Lara Croft Kopfzerbrechen. Im Game fährt sie Motorrad, privat Corsa.

Letzte Aufgabe, meine Paradedisziplin: Autofahren. Im Computerspiel bewegt Lara ein Motorrad, im richtigen Leben einen Opel Corsa 1.2 mit Automatikschaltung. Vor dem Maserati mit 4,7 Liter Hubraum hat die Schauspielerin einen Höllen-Respekt. "Ich bin ein bisschen nervös", gesteht Alison. Lara wäre das sicher nicht. Alison steigt ein, bewegt den Schalthebel in D-Position. Leise rollt der Maserati los. Viel zu langsam, denn die Aufgabe lautet: schneller Slalom, dann sicher einparken. Alison würgt den Quattroporte in die Parklücke, tuschiert dabei die Markierung in Form zweier Reifen. Meine Stunde schlägt. Anfahren, Pylonenkurs, Stoppen mit quietschenden Reifen, einparken, fertig! Anders als Tomb Raider … ein Kinderspiel.

Mehr dazu oben in der Bildergalerie. Vorab: Wer sich auch einmal mit Lara anlegen will, sollte autobild.de und computerbild.de im Blick behalten. Ende Oktober gibt es hier die Demo-Version von Lara Crofts Underworld-Abenteuer.

Autor: Margret Hucko

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