Last Mile: E-Board für Selbermacher

Last Mile

— 27.10.2016

E-Board für Selbermacher

Elektrisch angetriebene Skateboards sind der Hit! Neu liegen preiswerte Bretter bei 300 Euro – mir zu teuer, ich baue es selbst.

Kleine Kinder bleiben stehen und gucken fragend: Was treibt der Mann da auf dem Parkplatz? Sieht man doch: Er macht eine Testfahrt mit seinem Prototyp, einem selbst gebauten E-Skateboard. Und das geht so: Man nehme einen alten Akkuschrauber, paare ihn mit einem Longboard, und fertig ist die selbst gebastelte New Mobility. Genau richtig für die Last Mile, wie es so schön neudeutsch heißt, oder altbacken: ein neues Verkehrsmittel für den letzten Kilometer Richtung Arbeit

Bei mehr als 6 km/h ist Schluss mit der Freiheit auf Rädern

Wenn es so einfach wäre: Erst einmal macht mir der Gesetzgeber einen Strich durch die Rechnung. Sobald das E-Board aus eigener Kraft mehr als sechs Kilometer pro Stunde rollt, ist Schluss mit der Freiheit auf Rädern. Mein flottes Brett bringt knapp Tempo 20. Fahren ja, aber nur auf privaten Plätzen. Egal, es geht ja auch um den Spaß beim Basteln.

Zwei Euro im Baumarkt und 37 Euro beim Elektronik-Spezialisten

Akkuschrauber als Antrieb: Zwei Schlauchklemmen halten den Akkuschrauber auf der umgebauten Aufhangung.

Die meisten der notwendigen Teile finde ich im Keller: Bretter, den Akkuschrauber, zusätzlich ein paar Kleinteile. Den Riegel für ein Vorhängeschloss gibt es für knapp zwei Euro im Baumarkt. Er soll meinen Finger beim Gasgeben ersetzen. Den Zahnriemen samt Riemenscheiben bietet der Elektronik-Spezialist Conrad an, mit 37 Euro der dickste Posten auf der Einkaufsliste. Ich habe für Tempo 20 ein Übersetzungsverhältnis von rund 2,5 ausgerechnet, das heißt 52 Zähne auf der Antriebsseite und 20 am Rad. Übrigens, die erste Testfahrt ging in die Hose: Geradeaus und Linkskurven super, nur rechtsrum lief der Riemen zu schnell ab. Problem erkannt, eine umgebaute Aufhängung des Akkuschraubers war die Lösung.



Autor: Bernd Volkens

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