Le Mans: Alonso und Button

Erst zwei Formel-1-Champions siegreich

Mit Fernando Alonso und Jenson Button gehen zwei ehemalige Formel-1-Weltmeister in Le Mans an den Start. Das sind ihre Ziele. Statistik durchwachsen.
Es ist die größte Siegchance für Fernando Alonso seit Jahren. Er will mit Toyota die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Und damit einen Schritt weiter auf dem Weg zur Triple Crown kommen. Die besteht aus Siegen beim GP Monaco (schaffte Alonso schon 2006 im Renault und 2007 im McLaren-Mercedes), den 24 Stunden von Le Mans und dem Indy 500.
Toyota ist mit dem 1000-PS-Prototyp TS050 Hybrid klarer Favorit bei der 86. Auflage des Langstreckenklassikers. Vor dem Rennen wurden die Privatteams in der Topklasse LMP1 nochmal eingebremst. Sie dürfen nur 108 statt 110 Kilogramm Benzin pro Stunde im Rennen verbrauchen. Das kostet Tempo. Toyota profitiert also nicht nur von seinen schnelleren Rundenzeiten sondern genießt zudem einen Reichweitenvorteil.
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Geschenkt wird der Sieg Alonso trotzdem nicht. Daher bereitet er sich akribisch vor. „Ich habe 16 Stunden Onboard-Aufnahmen vom letzten Jahr angeschaut, darunter die Pole-Runde von Kamui Kobayashi“, erklärt der Spanier. Mit Erfolg: Im Vortest war er Schnellster, nur drei Zehntel langsamer als Kobayashi 2017.

Neben Alonso ist auch Button 2018 in Le Mans dabei

Der einzige wirkliche Gegner ist das Schwesterauto, das in Spa noch bremsen musste. Toyota-Technikchef Rob Leupen: „Das ist bei uns die Regel: Wer nach dem letzten Stopp vorn ist, der bleibt vorn. Das wäre im umgekehrten Fall genauso gewesen.“ Toyota weiß, dass ein aufreibendes Rennen innerhalb des Teams nur gefährlich sein kann. Im 20. Anlauf warten die Japaner noch immer auf einen Sieg in Le Mans.
Einer der Herausforderer ist Jenson Button, der einen BR-AER fährt, der vom SMP-Team eingesetzt und von Dallara und ART konstruiert wurde. Er macht sich keine Illusion: „Wenn Toyota das Rennen verliert, haben sie einen Riesenfehler gemacht. Aber während viele Teams in Le Mans auf Ankommen fahren, spüre ich in meinem Team, dass sie gewinnen wollen. Und die Möglichkeit dazu ist da.“
Mit Alonso und Button fahren erstmals seit 21 Jahren wieder zwei Formel-1-Weltmeister in Le Mans. Damals fielen Nelson Piquet (McLaren-BMW) und Mario Andretti (Courage-Porsche) aus. Das passt ins Bild, denn die Bilanz der F1-Champions in Le Mans ist bescheiden.
Bisher versuchten sich 13 Formel-1-Weltmeister beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Fahrer, die erst Le Mans fuhren und dann in der Formel 1 den Durchbruch schafften, zählen nicht dazu. Das trifft etwa auf Jochen Rindt, Damon Hill oder auch Michael Schumacher zu. Von diesen 13 Lenkradkünstler haben nur zwei in Le Mans gewonnen.
In der Bildergalerie zeigen gibt es die detaillierten Infos zu den 13 F1-Champions in Le Mans.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: picture-alliance / Hersteller

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