Alle Rennwagen vom 24h Rennen in Le Mans 2017

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Le Mans: Beinahe-Sieg für Jackie Chan

— 19.06.2017

„Fühlt sich an wie ein Oscar-Gewinn!“

Jackie Chan ist ein weltweit bekannter Schauspieler. Inzwischen besitzt er ein eigenes LMP2-Team – dem gestern in Le Mans fast die große Sensation gelungen wäre.

Zwergen-Aufstand beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Fast hätte ein 600 PS starker LMP2-Rennwagen die 1000-PS-Hybrid-Monster von Porsche und Toyota geschlagen. Erst 67 Minuten vor Rennende platzte die Sensation und Porsche-Pilot Timo Bernhard überholte den Oreca-Gibson von Ho-Pin Tung. Das halbe Pressezentrum fieberte mit Tung und dem Team von Hollywood-Legende Jackie Chan mit.

Der 63-Jährige war via Skype und Telefon die meiste Zeit des Rennens über dabei. Eigentlich war geplant, dass er nach Le Mans kommt – Verpflichtungen in China hielten ihn davon ab. „Das tut mir wirklich sehr leid, dass ich nicht hier sein konnte,“ entschuldigt sich Chan, der in seinen Filmen durch akrobatische wie komödiantische Kampfstile weltweit Bekanntheit erlangte. „Aber dieser Erfolg in Le Mans fühlt sich genauso an wie der Gewinn eines Oscars.“ Das muss er wissen: 2016 erhielt er für sein Lebenswerk sogar den Ehren-Oscar.

Hollywood-Star Jackie Chan

David Cheng führt das Team gemeinsam mit Chan, fuhr im zweiten Oreca-Gibson selbst. Er erklärt: „Chan gibt nicht nur seinen Namen her, er unterstützt uns und den Rennsport in China wirklich sehr.“ Ho-Pin Tung, 2003 der erste Chinese, der einen Formel-1-Test absolvierte (für BMW-Williams), bestätigt: „Der Rennsport in China wächst. Und dieser Erfolg hier in Le Mans wird das beschleunigen.“ Denn auch wenn der Gesamtsieg futsch ist, Jackie Chan Racing holte sich mit Platz zwei immerhin den LMP2-Klassensieg.

Das Projekt startete 2015. Für dieses Jahr spannte Jackie Chan Racing mit Jota Sport zusammen. Jota betreut den Oreca-Nissan, holte sich 2014 schon mal den LMP2-Klassensieg in Le Mans, unter anderem mit dem heutigen Formel-E-Fahrer Oliver Turvey am Steuer.
Die Suche nach dem chinesischen Formel 1-Fahrer: Hier nachlesen

Einer der Piloten des erfolgreichen Jackie-Chan-Autos ist Thomas Laurent – der Shootingstar der Sportwagenszene. Mit erst 19 Jahren ist er der Max Verstappen von Le Mans. 2015 noch im Kart unterwegs. 2016 schon Gewinner des Road-to-Le-Mans-Rennens in einem Ligier-Nissan-LMP3. Es ist das einstündige Rennen im Rahmenprogramm von den 24 Stunden von Le Mans. Dazu wurde er Vizemeister in der asiatischen Le-Mans-Series. Beides Mal im Team von Jackie Chan.

Der dritte Fahrer: Oliver Jarvis, ein langjähriger Audi-Werkspilot in Le Mans. Drei Mal wurde er im Diesel-LMP1 schon Dritter – für Platz zwei musste er erst in die LMP2 absteigen. „Die Leidenschaft, die Qualität, das Niveau – alles ist hier wie bei Audi. Nur etwas kleiner.“

Nächstes Ziel ist die Meisterschaft. Nach dem Auftaktsieg in Silverstone war Le Mans bereits der zweite Triumph in der LMP2-Klasse. Und dann? „Wir werden nächstes Jahr wieder kommen. Jahr für Jahr“, stellt Jackie Chan in Aussicht.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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