Le Mans Vorschau Michelin

Le Mans: Nachbericht Michelin

Michelin gewinnt zum 20. Mal in Folge

Seit 1998, als Porsche mit dem GT1 von Laurent Aiello, Stéphane Ortelli und Allan McNish die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat, teilen alle Sieger des weltberühmten Langstreckenklassikers eine Gemeinsamkeit: Ihre Rennwagen rollten auf Reifen von Michelin.
Am vergangenen Sonntag folgte für die französische Premiummarke der 20. Erfolg auf dem "Circuit des 24 Heures" in Serie: Die Porsche-Piloten Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber überquerten die Ziellinie am Ende eines überaus dramatischen und ereignisreichen Rennens als Erste. Auch ihr 919 Hybrid war mit Pneus von Michelin bestückt. "20 Le Mans-Siege am Stück zeigen, dass Michelin seine Partner in den vergangenen 20 Jahren erfolgreich mit Reifen ausgestattet hat, die stets auf Augenhöhe mit den fortlaufend weiterentwickelten Rennwagen waren", erläutert Pascal Couasnon, der Motorsportdirektor von Michelin. "Wir mussten vorausdenken und auf neue Herausforderungen schnell reagieren. Dabei haben wir viele Innovationen entwickelt, von denen viele bereits in die Produktion von Serienreifen eingeflossen sind. Zugleich konnten wir mit dieser Herangehensweise die technologischen Partnerschaften mit den größten und bekanntesten Autoherstellern weiter vertiefen. Auch hierdurch haben wir fortschrittliche Entwicklungen von der Rennstrecke auf die Straße gebracht." Insgesamt war es der 26. Gesamtsieg des französischen Reifenherstellers bei dem Härterennen an der Sarthe.

Entwicklungen von Michelin in Le Mans Schlüssel zum Erfolg

Auftakt: Porsche setzte 1998 beim Le Mans-Sieg mit dem GT1 auf Reifen von Michelin – wie seither alle Gewinner des Langstreckenklassikers.

Neben Porsche hat Michelin seit 1998 auch mit Audi, Bentley, BMW und Peugeot Siege in Le Mans errungen. Aus früheren Jahren kommen Erfolge mit Chenard & Walcker, Alpine-Renault, Mercedes und McLaren hinzu. Oft dienten innovative Entwicklungen und Ideen von Michelin als entscheidender Faktor – so etwa der schnelle Radwechsel, profillose Slicks und die Radialreifen-Technologie sowie spezielle Lösungen für die besonders drehmoment- und leistungsstarken Le Mans-Prototypen mit Diesel- und Hybridantrieb. Auch in Zukunft arbeitet die französische Premiummarke mit Hochdruck daran, dass diese Liste noch länger wird. Der nächste Schritt könnte zum Beispiel eine neue, nochmals energieeffizientere Rennreifen-Generation sein, die sich durch hochmoderne Biotechnologie auszeichnet.

Intensives Duell um die Spitze hinterließ seine Spuren

Turbulent: Toyota musste in Le Mans erneut Rückschläge verkraften.

Am vergangenen Wochenende erlebten die Motorsportfans ein spannendes 24-Stunden-Rennen, bei dem sich die Ereignisse gleich mehrfach überschlugen. So musste Toyota kurz nach Mitternacht fast zeitgleich den Ausfall von zwei der drei TS050 Hybrid hinnehmen: Die Startnummer 7 von Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi rollte nach einem bizarren Missverständnis am Ende der Boxengasse mit einer defekten Kupplung aus, während der Hybrid-Prototyp mit der Nummer 9 von Nicolas Lapierre, José-Maria Lopez und Yuji Kunimoto einer Kollision zum Opfer fiel. Zuvor hatte der Toyota von Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima durch eine Reparaturpause 29 Runden und damit alle Hoffnungen auf den Sieg eingebüßt.

Porsche-Trio triumphiert dank großem Kampfgeist

Aufholjagd: Der Porsche 919 Hybrid von Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber kämpfte sich bravourös zurück.

Das Pech des japanischen Werksteams spülte zunächst den Porsche 919 Hybrid des Vorjahressiegers Neel Jani und seiner neuen Teamkollegen André Lotterer und Nick Tandy nach vorne. Trotz eines immensen Vorsprungs musste am späten Sonntagvormittag auch dieses Trio vorzeitig das Handtuch werfen, als ein Motorproblem auftrat. Dadurch erbte zunächst ein LMP2-Fahrzeug die Gesamtführung, bis der 919 Hybrid mit der Startnummer 2 gut eine Stunde vor Rennende nach einer bemerkenswerten Aufholjagd die Spitze übernahm. Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber hatten am Samstagabend gut eine Stunde an der Box verbracht, um einen Defekt am Frontantrieb beheben zu lassen.


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