Le Mans Vorschau Michelin

Le Mans: Nachbericht Michelin

— 16.06.2015

Michelin gewinnt zum 24. Mal

Ein Motorsportfest mit Michelin: Die 83. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans wird als epischer Kampf mit großen Siegern in die Geschichte eingehen.

Die 83. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans erwies sich als eines der abwechslungsreichsten und umkämpftesten Rennen, die es bei dem Klassiker an der Sarthe jemals gegeben hat. Denn in keiner Rennphase durften sich die wechselnden Hauptakteure an der Spitze ihrer Position sicher sein. Nach einer Distanz von 395 Runden beziehungsweise 5.383 Kilometern gewannen letztlich Nico Hülkenberg/Nick Tandy/Earl Bamber im Porsche 919 Hybrid mit Rennreifen von Michelin. Für die französische Marke war es der 24. Gesamtsieg in Le Mans und der 18. Triumph in Folge. Mit Erfolgen in beiden GTE-Klassen bestätigte Michelin zudem seine herausragende Bilanz auch bei den serienbasierten Supersportwagen.

In keiner Rennphase durften sich die wechselnden Hauptakteure an der Spitze ihrer Position sicher sein.

Selten wogte das Geschehen beim wichtigsten Langstreckenrennen der Welt stärker hin und her, selten schlug das Pendel häufiger mal zur einen, mal zur anderen Seite aus. Ein Bild, das sich schon vor dem Start abzeichnete: Im Qualifying waren die drei Porsche 919 Hybrid noch die Schnellsten, doch schon im Warm-up am Samstagmorgen zeigte Audi, dass ihre R18 e-tron quattro in Renntrimm mindestens auf Augenhöhe mit dem deutschen Rivalen liegen. Gleich nach dem Start am Samstag beharkten sich die sechs deutschen Prototypen gegenseitig und erfreuten die mehr als 250.000 Zuschauer an der Strecke mit beherzten Positionswechseln. Das erste Auto, das sich über eine längere Zeit an der Spitze hielt, war der rot lackierte Porsche mit der Startnummer 17. Das Audi-Trio – ebenfalls auf Rennreifen von Michelin unterwegs – hielt sich jederzeit in Schlagdistanz. Eine erste Safety Car-Phase gegen 16 Uhr änderte das Bild: Nach dem Restart trickste Audi-Pilot André Lotterer die beiden vor ihm liegenden Porsche-Fahrer gekonnt aus und übernahm die Spitze. Erstmals lag damit ein Audi vorn. Auch Loïc Duval im Schwesterauto tauchte nun in den Porsche-Rückspiegeln von Timo Bernhard und Neel Jani auf.

Michelin Partner an der Spitze stundenlang gleichauf

Michelin-Partner Audi konnte die 24-Stunden-Hatz bis in die Schlussphase offen halten.

Dann lief es schief für Audi: Erst musste Lotterers Auto nur drei Runden nach einem Tankstopp wieder an die Box kommen, weil ein Reifen Luft verlor. Noch übler erwischte es kurz darauf Duval, der einen Rückstau unter Gelb zu spät erkannte und seinen Prototypen bei einem Dreher gegen die Leitplanke beschädigte. Bei der unvermeidlichen nächsten Neutralisation durch insgesamt drei Safety Cars auf der 13,629 Kilometer langen Strecke erwischte Brendon Hartley im führenden Porsche einen "früheren Zug" als die Verfolger und genoss beim Restart einen Vorsprung von mehr als einer Minute. Doch abermals meldeten sich die Audi zurück. Sowohl die Startnummer 9 als auch die 7 eroberten zwischen dem späten Nachmittag und Mitternacht mehrfach die Führung. In der Dunkelheit warf eine einminütige Stop-and-Go-Strafe den roten Porsche zurück, dafür machte das weiße Schwesterauto mit der Nummer 19 jetzt mit Riesenschritten Boden gut. Die Michelin Reifen funktionierten prächtig auf dem Hybrid-Prototypen und erlaubten es dem deutschen Formel 1-Piloten Nico Hülkenberg, den ersten von mehreren Vierfach-Stints zu fahren, also die Distanz zwischen fünf Tankstopps auf ein und demselben Reifensatz.

Porsche nutzt Potenzial der Michelin Pneus in der Nacht voll aus

Die perfekt auf den Porsche 919 Hybrid abgestimmten Michelin Reifen waren ein Schlüssel zum Sieg.

So setzte sich im Lauf der Nacht der Porsche Nummer 19 leicht ab, eine Reparaturpause des Nummer-7-Audi gegen 7 Uhr morgens spülte dann den zweiten Porsche auf Position zwei. Doch immer noch waren mehr als die sechs Stunden eines "normalen" WM-Laufs zur Langstrecken-Weltmeisterschaft zu fahren und immer noch lagen alle sechs deutschen Prototypen innerhalb von nur drei Runden in Reichweite des Gesamtsiegs.
Erst etwa drei Stunden vor Rennende bahnte sich so etwas wie eine Entscheidung an. Während die Porsche an der Spitze planmäßig ihre Runden drehten, mussten die Verfolger von Audi mehrfach zu Reparaturstopps an die Boxen. Kurz nach Sonntagmittag schienen die Positionen bezogen. Um 15 Uhr krönte Porsche sein Comeback im Prototypensport dann mit dem 17. Gesamtsieg der Marke bei den 24 Stunden von Le Mans 2015. Mit Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy durfte eine nach Le Mans-Maßstäben zwar relativ unerfahrene, jedoch 24 Stunden lang fehlerfreie Crew den Pokal mit der riesigen "24" auf dem Deckel in den Himmel recken. Besonders bemerkenswert: Für "Hülk" und Bamber war es der erste Le Mans-Einsatz überhaupt, LMP1-Aufsteiger Tandy kannte die Strecke zuvor nur aus dem GT-Cockpit.

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