Sportwagen WM

WEC: Bilder vom neuen Porsche und Toyota

Le Mans: Porsche versus Toyota

— 13.06.2017

Das 1000-PS-Mega-Duell!

Porsche startet als Titelverteidiger ins 24-Stunden-Rennen von Le Mans, Toyota aber als Favorit. Alle Infos zum Kampf um den Gesamtsieg.

Der Audi-Ausstieg ist längst verdaut, der Kampf Porsche gegen Toyota beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans (17./18. Juni) ist spannend und vielversprechend. Denn: Toyota will die Last-Minute-Schmach von 2016, als Kazuki Nakajima vier Minuten vor Rennende in Führung liegend mit einem Motorschaden ausfiel, wieder gutmachen und 2017 endlich gewinnen. Die Japaner starten 2017 zum 20. Mal in Le Mans, haben aber noch nie gesiegt. Ganz anders Porsche: Mit 18 Siegen sind sie die Le-Mans-Rekordsieger.
Alles für den Sieg: Toyota mit Fahrertausch

In den letzten beiden Jahren stand Porsche ganz oben auf dem Siegertreppchen. 2017 aber geht Toyota als Favorit ins Rennen. Bei den Probefahrten vor einer Woche war Toyota 3,380 Sekunden schneller als Porsche – eine Hausnummer. Zwar war im Toyota TS050 nur wenig Sprit eingefüllt und frische Reifen aufgezogen, aber selbst Porsche-Teamchef Andreas Seidl gesteht: „Die Zeiten von Toyota hätten wir nicht fahren können.“

Porsche hatte zudem Zuverlässigkeitsprobleme: Ein Ölleck erforderte im Auto mit der Startnummer zwei mit Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley am Steuer einen Motortausch, der rund eineinhalb Stunden dauerte.

Sébastien Buemi ist ein heißer Siegkandidat

Was macht Toyota zum Le-Mans-Favoriten? Erstens setzen sie nicht nur ein drittes rund 1000 PS starkes LMP1-Auto ein. Es wurde auch stark verbessert. Zwar ist Toyota entgegen des ursprünglichen Plans dem 2,4-Liter-V6-Biturbo-Konzept treu geblieben, dennoch wurden viele Teile des Antriebs wie der Motorblock und das Getriebe überarbeitet. Die Aerodynamik wurde ebenfalls stark weiterentwickelt. Mit einem Diffusor-Kniff gewinnt Toyota viel Abtrieb auf Kosten von nur wenig Luftwiderstands.

Porsche dagegen hat beim 919 Hybrid weniger Spielraum für Verbesserungen. Der Prototyp ist zwei Jahre älter als der von Toyota – ein Nachteil. Immerhin dürfte das Hybridsystem von Porsche im Rennen etwas besser sein. Sie setzen bei ihrem 2,0-Liter-V4-Turbo nämlich nicht nur auf Bremsenergierückgewinnung, sondern auch auf Energiegewinnung durch Abgaswärme, ähnlich wie in der Formel 1. Toyota dagegen hat zwei Bremsenergie-Rückgewinnungssysteme eingebaut. Auf dem Le-Mans-Kurs mit den vielen Geraden wird aber seltener gebremst, die Akkus sind daher nicht immer voll.

Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans spielt aber auch der Faktor Glück eine Rolle. Das Überrunden gerade der LMP2-Autos wird 2017 nicht leichter werden. Denn die Flitzer haben in diesem Jahr 600 PS statt nur noch 500 – und erreichten damit bei den Testfahrten zehn km/h höhere Topspeedwerte als die LMP1-Prototypen! Porsche-Pilot André Lotterer erklärt gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT: „Wenn wir den Hybrid-Boost auf der Geraden ausschalten und nur noch mit Benzinantrieb fahren, haben die mehr Power als unser Porsche-Motor!“

Immerhin: Ein Glücksfaktor scheint 2017 keine Rolle zu spielen: Das Wetter. Die Vorhersagen sehen nur eine geringe Chance auf Regen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images

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